7. November 2025

Allgemein

So geht’s: Produktkatalog einrichten bei Shopware – Schritt für Schritt

Ein Produktkatalog ist die ideale Lösung, um Produkte online attraktiv und verkaufsfördernd zu präsentieren. Er schafft Übersichtlichkeit durch eine durchdachte Struktur mit Bildern und Beschreibungen. Der Katalog dient als Marketinginstrument, das durch die Anbindung an externe Einkaufskanäle die Reichweite erhöht. Mit der E-Commerce-Plattform Shopware 6 gelingt die Einrichtung und Optimierung dieser statischen Listen zu dynamischen Feeds für digitale Handelskanäle einfach und effizient. Dieser Beitrag zeigt, wie.
Shopware Produktkatalog einrichten Titelbild

Inhaltsverzeichnis

Das Wichtigste auf einen Blick:

  • Produktkatalog vs. Liste: Der Katalog nutzt den Produkt-Feed für dynamische Gruppen und automatischen Datenaustausch mit externen Kanälen (Google, Meta), im Gegensatz zur statischen Produktliste.
  • Datenqualität & Felder: Hohe Datenqualität ist essenziell. Shopware 6 nutzt vordefinierte Basics und strukturierte Shopware-Felder (Titel, Preis, Bilder etc.) für detaillierte Beschreibungen.
  • Produkt-Feed Erstellung: Der Feed wird unter „Erweiterungen > Social Shopping“ als XML/URL generiert und dient zur Datenübermittlung an Plattformen; das richtige Template muss gewählt werden.
  • Kanalanbindung: Der Feed wird im Google Merchant Center (GMC) oder Meta Commerce Manager hochgeladen, um dynamische und personalisierte Werbeanzeigen zu schalten.
  • Gruppen & Optimierung: Dynamische Produktgruppen werden in Shopware automatisch aktualisiert. Die Optimierung des Feed Ads (Titel, Bilder, Beschreibung) verbessert Sichtbarkeit und Platzierung.

Katalog vs. Produktlisten im Shop

Händler und Unternehmen haben die Möglichkeit, ihren Online-Shop unterschiedlich zu gestalten. Die Produkte werden in Form einer statischen Liste oder eines dynamischen Katalogs präsentiert. Beide erleichtern die Übersicht des Angebots und lassen sich mit verschiedenen Tools verwalten. Der Produktfeed übermittelt die Produktdaten zuverlässig an die jeweiligen Vertriebskanäle.

Produktliste

Die Produktliste ist in vielen Online-Shops im Einsatz und bietet eine übersichtliche Darstellung des Warenbestands samt zugehöriger Informationen. In der Regel umfasst sie ein Produktbild, eine Produktnummer, eine kurze Beschreibung und den Preis. Die Liste erscheint in geordneter Form und ermöglicht eine intuitive Navigation. Sie lässt sich mit dem Warenkorb, dem Verkauf und dem Kundenservice verknüpfen und erleichtert Händlern das Bestandsmanagement. In Shopware ist sie unter „Marketing“ > „Produktlisten“ oder innerhalb der „Shopping Experience“ beim Seitenbau zu finden.

Produktkatalog

Der Produktkatalog bietet eine Gesamtübersicht aller Produkte inklusive verschiedener ausdrucksstarker Bilder und detaillierter Informationen. Es ermöglicht das Anlegen dynamischer Produktgruppen und den automatischen Datenaustausch mit externen Vertriebskanälen. Besonders sinnvoll ist es für Unternehmen, die ihre Preise und Produkte häufig aktualisieren oder im großen Sortiment verwalten möchten. Einen Produktkatalog in Shopware zu erstellen, lohnt sich aber auch für Start-ups und Einzelhändler. Produkte können optimiert und Feeds synchronisiert werden. Hierfür steht bei Shopware der Bereich „Kataloge“ zur Verfügung.

Basics in Shopware: Die Produkt-Datenqualität sicherstellen

Für B2C- und B2B-Geschäftsmodelle hält Shopware 6 ein leistungsstarkes Shopsystem bereit. Die neueste Version überzeugt durch eine einfache Handhabung und Benutzerfreundlichkeit. Funktionen wie der API-First-Ansatz, die bessere Skalierbarkeit, ein eigenes Hosting und verschiedene Personalisierungsoptionen erleichtern die Produktbereitstellung.

Es gibt verschiedene Bereiche, die für den eigenen Online-Shop wichtig sind, darunter:
 „Kataloge“, „Bestellungen“, „Kunden“, „Content“ und „Marketing“. Im Bereich „Katalog“ gelingt das Anlegen der Produkte. Um die Datenqualität zu gewährleisten, ist es sinnvoll, automatisierte Validierungen zu nutzen, regelmäßige Daten-Audits durchzuführen und Tools wie ein Produktinformationsmanagement-System zu integrieren. Das Erstellen eines Shopping-Feeds ermöglicht außerdem auch die Verbindung des Online-Shops mit externen Handelskanälen.

Basics sind bei Shopware vordefiniert und dienen als Grundlage für die Produktbeschreibung und Filterung. Sie erscheinen automatisch als Standards und müssen nicht selbst erstellt werden, beispielsweise die Bezeichnung der Marke, der Farbe, der Größe, das Material, der Artikelnummer etc.
Sie erlauben eine schnelle Zuweisung der Produkte und angepasste Darstellung im Katalog. Mit einem Shopping-Feed gelingt die dynamische Präsentation, kombiniert mit Qualitätsanalysen und Optimierungsempfehlungen. Zusätzlich ist es wichtig, die Pflichtfelder zu definieren.

Relevante Shopware-Felder

Um eine detaillierte Beschreibung der Produkte zu bieten, dienen Shopware-Felder der strukturierten Dateneingabe. Damit lässt sich auch genau definieren, welche Informationen für die Kunden sichtbar sind und welche Angaben jedes Produkt enthält. Shopware-Felder bilden die Bausteine eines Online-Shops und können jederzeit angepasst, erweitert und auf alle Produkte im Katalog angewendet werden. Für die Verknüpfung mit Vertriebskanälen sind bestimmte Attribute gängig:

  • Titel (Name): SEO & Suche
  • Artikelnummer: Eindeutige ID
  • Kurzbeschreibung: SEO & Conversion
  • Bilder/Medien: Conversion +22% (mindestens ein Bild)
  • Preis: Verkauf (automatisch)
  • Kategorie: Navigation (mindestens eine Kategorie)
  • Lieferzeit: Kundentrust (optional)

Produktkatalog erstellen bei Shopware 6

Die Erstellung eines Produkt-Feeds ist direkt in Shopware möglich und dient dazu, die Daten an die Vertriebskanäle zu übermitteln. Die Qualität des Feeds hat immer einen unmittelbaren Einfluss auf den Verkaufserfolg der jeweiligen Kanäle und bestimmt, ob die Produkte bei Suchanfragen aufgeführt werden oder nicht. Der Produkt-Feed lässt sich in „Social Shopping“ erstellen. Dabei wird eine XML-Datei mit allen Produktdaten generiert, die anschließend an externe Plattformen und Vertriebskanäle exportiert wird. Sie wird zum Download als URL bereitgestellt und beispielsweise bei Google Shopping im Google Merchant Center und bei Meta im Katalog-Manager eingebunden. Der Feed kann zuvor umfassend konfiguriert und danach aktiviert werden. Unter „Erweiterungen > Social Shopping“ ist die Wahl der Vorlage (Template) für die jeweilige Plattform möglich, die bereits die benötigten Pflichtfelder enthält.

Wahl des richtigen Templates

Vorab lohnt es sich, genau zu prüfen, auf welchen Kanälen die Produkte präsentiert werden sollen, um anschließend das Template auszuwählen. Ohne Plugin stehen bei Shopware vordefinierte Templates für alle gängigen Plattformen von Google und Meta zur Verfügung. Alternativ sind erweiterte Templates als Plugin für Amazon, eBay, Kaufland, Billiger.de, Google Shopping Pro, Trustpilot und andere Plattformen erhältlich.

Vorteile, die für Meta sprechen

Meta und die verbundenen Social-Media-Plattformen ermöglichen bezahlte Werbeanzeigen mit hoher Zielgenauigkeit dank umfangreicher Nutzerdaten. So lassen sich gezielt Anzeigen schalten, die ein Millionenpublikum erreichen können. Die Anzeigen erscheinen im Newsfeed, in den Stories, Reels, auf dem Marketplace und in der Messenger-Inbox. Die Kampagnen steigern Reichweite und Markenbekanntheit und können flexibel erstellt, verwaltet und optimiert werden. Zudem lässt sich die gewünschte Zielgruppe präzise definieren.

Vorteile, die für Google sprechen

Google und Shopware sind offizielle Partner. Entsprechend besteht die Möglichkeit, Shopping-Ads mit direkter Google-Integration zu nutzen. Hierfür wird ein Google-Konto benötigt, über das sich eine Verbindung zu Shopware herstellen lässt. Über das Administrationspanel ist der Zugriff auf das Google Merchant Center und die Google Ads-Konten möglich. Dort werden die Feeds hochgeladen und die Produkte synchronisiert, um sie im Google-Shopping-Vergleichsportal anzubieten.

Konfiguration von dynamischen Produktgruppen

Bei Shopware gibt es zwei Arten von Produktgruppen: statische und dynamische. Statische Listen erfordern eine manuelle Auswahl, während dynamische Gruppen automatisch aktualisiert werden und sich selbst anpassen. Sie stellt eine leistungsstarke Funktion dar, um Produkte anhand vordefinierter Kriterien zu strukturieren und aktuell zu halten. Sinnvoll ist die Konfiguration für Kategorien, die häufig erneuert werden, Rabatte oder Promotions beinhalten und eine bessere Shopping-Experience bieten sollen. Schritt-für-Schritt-Anleitung:

  • Die Konfiguration ist im Admin-Bereich unter „Kataloge > Dynamische Produktgruppen“ möglich.
  • Es erscheint eine Übersichtstabelle mit den bestehenden Gruppen. Ist diese noch nicht erstellt, ist die Tabelle leer.
  • Über den blauen Button lässt sich eine neue dynamische Produktgruppe anlegen.
  • Auch die Grunddaten lassen sich konfigurieren, darunter der Titel, die Beschreibung, der Status und die Priorität.
  • Im Abschnitt „Filter“ ist eine Anpassung der Bedingungen möglich. Hierfür erfolgt der Klick auf „Bedingung hinzufügen“.
  • Für Verknüpfungen müssen die Standards für die Hauptbedingungen erfüllt sein.
  • Die „Vorschau“ erscheint mit Live-Aktualisierung. Danach wird die Gruppe gespeichert und getestet.

Unser Tipp:  Es empfiehlt sich, mit ein bis zwei Bedingungen zu starten und die Produktgruppen dann interaktiv zu erweitern, beispielsweise durch Rabatt-Aktionen oder Bewertungen.

Die Optimierung des Feed Ads

Feed Ads bilden die Grundlage von Produkt-Feeds aus dem Shopware-Shop. Eine Optimierung steigert die Sichtbarkeit und ermöglicht eine bessere Platzierung, durch den Fokus auf hohe Datenqualität, automatisierte Prozesse und ein effizientes Kampagnenmanagement.

Titel: Der Titel lässt sich durch Keywords für die Suchmaschine optimieren und sollte maximal nur 150 Zeichen umfassen. Es können die Templates zur Skalierung verwendet werden.

Beschreibung: Sie beinhaltet Benefits und verkaufsfördernde Features. Ein Beispiel für Turnschuhe wären Wörter wie „leicht“, „atmungsaktiv“ und „robust“.

Bilder: Sinnvoll für eine optisch ansprechende Präsentation sind mindestens drei hochauflösende Bilder (800 x 800 px). Je mehr Bilder zur Verfügung stehen, desto einfacher ist die Kaufentscheidung.

Preis und Verfügbarkeit: Der Preis wird zusammen mit den Versandkosten und der aktuellen Verfügbarkeit des Artikels angegeben.
Kategorien, EAN und Custom

Labels: Dynamische Produktgruppen ermöglichen eine gezielte Gebotsstrategie bei Google Ads und Meta Ads und verbessern gleichzeitig Übersicht und Aktualität.

Einbindung des Produkt-Feeds an Google Ads und Meta Ads

Der Produkt-Feed lässt sich unkompliziert als XML-Datei oder über eine URL auf den gewünschten Werbeplattformen integrieren. Entscheidend ist, dass sowohl der Produktkatalog für Google Ads in Shopware als auch der Produktkatalog Meta Ads in Shopware die vollständigen Daten enthalten, wobei dynamische Produktgruppen gezielte Feeds ermöglichen– etwa für bestimmte Sale-Produkte.
Google Merchant Center – GMC:

  • Konto auf Google Merchant erstellen und verifizieren
  • Website verifizieren unter „Einstellungen“ und „Geschäftsdaten“
  • Feed hochladen (als XML oder URL von Shopware) und validieren
  • Google Merchant Center mit Google Ads verknüpfen und bestätigen
  • Shopping-Kampagne mit Google Ads erstellen

Meta Ads: Katalog erstellen und Datenquelle verknüpfen

Der Shopware-Produktkatalog Meta Ads ermöglicht die ddynamische Werbung, bei der die Produkte automatisch aus dem Katalog an der gewünschten Zielgruppe angezeigt werden. Der Katalog wird im Meta Commerce Manager mit dem gewünschten Feed erstellt. Die Produktdaten – etwa Preis, Bilder oder Verfügbarkeit – werden automatisch synchronisiert. Sobald die Verknüpfung der Datenquelle mit „Advantage+ Catalog Ads“ stattfindet, können personalisierte Anzeigen auf den Social-Media-Plattformen geschaltet werden. Die Schaltung von Werbung bei Instagram erfordert eine Verbindung mit dem Facebook-Konto.
Facebook/Instagram – Commerce Manager:

  • Login in den Business Manager
  • Klick auf „Commerce Manager, um neuen Katalog zu erstellen Online-Produkte auswählen
  • Name des Katalogs und Währung/Land festlegen
  • Feed hochladen oder URL einfügen (Update-Frequenz festlegen)
  • Speichern und hochladen
  • Produktsets erstellen: Produktgruppen für gezielte Kampagnen
  • Validierung und Fehlerbehebung durch „Diagnose“ bei Meta
  • Shopping-Kampagne erstellen

FAQ: Häufige Probleme und Lösungen

1. Wie lassen sich langsame Ladezeiten und Darstellungsprobleme bei Shopware vermeiden?
Die Performance wird durch verschiedene Faktoren beeinflusst, darunter Cache-Einstellungen, zu große Bilder oder umfangreiche Produkt-Datenmengen. Hierfür sollte der Shopware-Cache aktiviert und regelmäßig geleert werden. Auch eine Optimierung der Bilder und Medien lohnt sich, um schnellere Ladezeiten zu erreichen. Werden Elemente nicht korrekt angezeigt, kann ein fehlerhaftes oder veraltetes Plugin die Ursache sein. Ebenso können Template-Fehler zu Darstellungsproblemen führen.

2. Warum ist Werbung auf Google und Meta entscheidend für den Erfolg?
Sowohl Google als auch Meta dominieren mit über 90 Prozent der digitalen Werbeausgaben. Sie bieten eine außergewöhnliche Reichweite, eine hohe Zielgruppenabdeckung und die Möglichkeit, Kampagnen zu starten und Neukunden zu gewinnen. Der Shopware-Produkt-Feed ist optimal für dynamische und personalisierte Werbeanzeigen geeignet und stimmt mit den Vorgaben von Google und Meta überein. Das vereinfacht die Präsentation und reduziert Fehler bei der Anzeigenausspielung.

3. Sind Pflichtattribute im Feed für Google Ads notwendig?
Ja, notwendige Attribute, die verpflichtend enthalten sein müssen, sind die Produkt-ID, der Titel, der Preis, die Verfügbarkeit, die Bild-URL, die Marke und die EAN.

4. Sind Pflichtattribute im Feed für Meta Ads notwendig?
Der Feed muss Pflichtfelder enthalten, damit Produkte für die Ausspielung genehmigt werden. Diese umfassen die Produkt-ID, den Titel, die detaillierte Beschreibung, die Verfügbarkeit, den Zustand, den Preis, die Marke sowie die Produkt- und Bild-URL.

5. Was ist vor dem Exportieren eines Feeds zu beachten?
Um Fehler zu vermeiden, sollten die Produktdaten und Formate sorgfältig geprüft und bei Bedarf optimiert werden. Ferner sollte der Feed alle relevanten und vollständigen Attribute enthalten, die auf den jeweiligen Plattformen für die Produkte erforderlich sind. Um gezielte Werbung zu schalten und eine gute Übersicht zu gewährleisten, empfiehlt sich die Nutzung von Filtern und dynamischen Produktgruppen.

Fazit: Produktkatalog einrichten bei Shopware

Shopware bietet eine maßgeschneiderte Lösung für die Erstellung digitaler Produktkataloge und die Schaltung dynamischer Werbung bei Google und Meta. Hierbei werden potenziellen Kundinnen und Kunden automatisch Produkte auf Grundlage ihrer Interessen und ihres Surfverhaltens präsentiert. Es lohnt sich, denselben Feed für Google und Meta zu verwenden, um den Aufwand zu reduzieren und Kampagnen einheitlich zu steuern. Der Produkt-Feed enthält alle wichtigen Produktdaten und lässt sich einfach als XML-Datei oder über eine URL in die jeweiligen Vertriebskanäle einbinden. Aktualisierungen und Änderungen werden anschließend automatisch auf allen Kanälen übernommen.

Du findest den Beitrag interessant? Neue Artikel im Newsletter erhalten.

Folge uns auf LinkedIn