29. Januar 2026

X Ads

X Ads Manager einrichten: Schritt-für-Schritt-Anleitung für Unternehmen

X, früher bekannt als Twitter, hat sich zu einer vielseitigen Plattform entwickelt, auf der Trends und Debatten in Echtzeit stattfinden und von Marken aktiv genutzt werden können. Um dieses Potenzial erfolgreich auszuschöpfen, ist der X Ads Manager ein zentrales Werkzeug für Kampagnenplanung, Zielgruppendefinition und Anzeigenschaltung. Dessen Einrichtung unterscheidet sich jedoch in mehreren wichtigen Punkten deutlich von anderen Plattformen wie Meta oder LinkedIn und stellt Verantwortliche oft vor Herausforderungen. In dem folgenden Blogartikel zeigen wir als Agentur Schritt für Schritt, worauf es bei der Einrichtung des X Ads Managers ankommt. Also: Los geht’s!
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Inhaltsverzeichnis

Das Wichtigste auf einen Blick:

  • Account-Warming: Bevor Werbung geschaltet wird, sollte bereits organischer Content auf eurem Account publiziert werden – sonst könnte der Acocunt für X verdächtig wirken.

  • Simple Mode vs. Advanced Mode: X bietet sowohl für Einsteiger als auch für professionelle Werbetreibende eine passende Oberfläche an. Auch falls du letzteres nicht sein solltest, empfehlen wir: “Fake it ‘till you make it” – und starte gleich mit dem Advanced Mode durch.

  • Locked and Loaded: Zu Beginn müssen administrative Angaben zu Land, Währung und Zeitzone gemacht werden. Diese solltet ihr mit Bedacht wählen, denn eine Änderung ist im Nachhinein nicht mehr möglich.

  • Authentizität über Alles: Ohne Verifizierung bekommt ihr erst gar keinen Zugang zum X Ads Manager. Um das zu tun gibt es zwei Optionen, wir stellen sie euch im Artikel vor.

Den X Ads Manager einrichten: Die wichtigsten Voraussetzungen und die erforderliche Infrastruktur

Die obligatorische Verifizierung: Ohne sie geht gar nichts

Um auf X überhaupt Werbeanzeigen schalten – und den X Ads Manager einrichten – zu können, ist eine Verifizierung Pflicht. Sprich: Ohne einen verifizierten Account ist der Zugriff auf den Ads Manager gar nicht möglich. Die Plattform hat diese Regelung eingeführt, um die Qualität der Inhalte zu erhöhen und einen Missbrauch durch Fake-Accounts oder Spam drastisch zu reduzieren. Ob das so gelungen ist, lassen wir mal außen vor ;). Grundsätzlich kommen dafür zwei Verifizierungsmodelle infrage. Privat- beziehungsweise Einzelpersonen nutzen in der Regel X Premium, während für Marken, Unternehmen, Agenturen oder größere Organisationen “Verified Organizations” vorgesehen ist. 

Der Unterschied: “Verified Organizations” bietet einige zusätzliche Funktionen wie beispielsweise die Verwaltung mehrerer NutzerInnen oder eine klar erkennbare Markenidentität. Wichtig ist aber, dass die Verifizierung rechtzeitig angestoßen wird, denn der Prozess kann mehrere Tage in Anspruch nehmen. Er sollte logischerweise frühzeitig abgeschlossen werden. Das heißt: Bevor die eigentliche Kampagnenerstellung umgesetzt wird.

Account-Warming: Darum kann ein „kalter“ Account problematisch sein

X legt sehr großen Wert auf Authentizität und Glaubwürdigkeit. Neben der Verifizierung spielt deshalb auch der aktuelle Zustand des entsprechenden Accounts eine große Rolle. Die Plattform bewertet ihn anhand verschiedener Vertrauenssignale. In diesem Zusammenhang ist immer wieder vom sogenannten Account-Warming (= “aufwärmen”) die Rede. Das bedeutet:

  • Ein ganz neu erstellter Account, der direkt mit Werbeanzeigen startet, wirkt aus der Sicht von X verdächtig. Das heißt, euer Account sollte bestenfalls bereits über einen gewissen Zeitraum organisch genutzt worden sein. Als Mindestgrenze gilt hier ein Kontoalter von 90 Tagen.
  • In dieser Zeit sollten dort regelmäßig Inhalte veröffentlicht werden, auf andere Beiträge reagiert und sich organisch in Diskussionen eingebracht werden. Echte Interaktionen wie Likes, Replies und Reposts spielen hier eine große Rolle, da sie dazu dienen, Vertrauen aufzubauen und sicherzustellen, dass der Account nicht ausschließlich für Werbezwecke erstellt wurde.
  • Auch ein vollständig ausgefülltes Profil mit einem aussagekräftigen Profilbild, einem passenden Header, einer eindeutigen Beschreibung sowie dem Unternehmenslink fördert die Vertrauensbildung. Oberstes Ziel sollte sein, X zu signalisieren, dass es sich bei dem Konto um einen echten und aktiv genutzten Marken- oder Unternehmensaccount handelt. 

Werden alle genannten Voraussetzungen erfüllt, verbessert das nicht nur die Chancen auf eine Freischaltung, sondern kann sich auch positiv auf die Performance der späteren Anzeigen auswirken.

So funktioniert in Deutschland die administrative Konfiguration des X Ads Managers

Der Business Manager von Reddit ist die zentSobald das Konto verifiziert und freigeschaltet ist, kann der X Ads Manager eingerichtet werden. Praktischerweise erfolgt der Einstieg direkt über das Hauptmenü der Plattform. Hier befindet sich der Punkt „Werbeanzeigen“ oder „Ads“. Hilfreich ist auch, dass der Einrichtungsprozess beim ersten Aufruf automatisch gestartet wird. Hier werden dann die grundlegenden administrativen Einstellungen abgefragt. So wird verhindert, dass wichtige Punkte übersehen oder vergessen werden.

Oft unterschätzt, aber immens wichtig: die Auswahl von Land, Währung und Zeitzone

Die Angaben von Land, Währung und Zeitzone sind viel mehr als nur rein statistische oder informative Daten:

  • Das Land definiert die steuerlichen Anforderungen und die verfügbaren Zahlungsmethoden.
  • Die Währung beeinflusst die Budgetstrategien.
  • Die Zeitzone bestimmt, wann die Kampagnen starten oder pausieren.

Gut zu wissen: Diese Einstellungen lassen sich nachträglich nicht mehr ändern und müssen somit von Anfang an korrekt definiert werden. Für Unternehmen mit Sitz in Deutschland sollten deshalb Deutschland als Land, der Euro als Währung sowie die Zeitzone Berlin (GMT+01:00) gewählt werden.

Damit auch steuerlich alles passt: die Einrichtung von Zahlungs- und Rechnungsinformationen

Im nächsten Schritt werden die Abrechnungsdaten hinterlegt. Dazu gehören die vollständige Rechnungsadresse, der offizielle Unternehmensname sowie die Umsatzsteuer-Identifikationsnummer. Ebenso ist die Angabe einer Kontaktperson (Name, E-Mail, Telefonnummer) Pflicht. All diese Daten werden im Bereich „Billing“ hinterlegt und bilden die Grundvoraussetzung für eine korrekte steuerliche Behandlung.
Insbesondere ist darauf zu achten, dass die USt-IdNr. exakt dem Format „DE123456789“ entspricht.

Wichtige Tipps zur Zahlungsoption

Ohne aktive Zahlungsmethode können auf X keine Kampagnen geschaltet werden – die Plattform will immerhin Geld verdienen. Als Zahlungsmittel für deutsche Unternehmen werden Debit- und Kreditkarten akzeptiert. Es ist in der Regel sinnvoll, eine Firmenkarte zu verwenden und die Abrechnungen regelmäßig zu kontrollieren, da Kampagnen bei fehlgeschlagenen Zahlungen meist automatisch pausiert werden. Deshalb sollte man auch hin und wieder prüfen, ob und wann die Karte abläuft. Um ärgerliche Kampagnenunterbrechungen zu vermeiden, ist es zudem möglich, eine Backup-Zahlungsmethode zu hinterlegen.

Damit von Anfang an alles rund läuft: die Nutzer- und Rollenverwaltung

Vor allem bei der Option Verified Organizations bietet der X Ads Manager für die Nutzerverwaltung umfangreiche Möglichkeiten. So gewährleisten beispielsweise unterschiedliche Rollen eine saubere Trennung zwischen den administrativen Aufgaben und dem Kampagnenmanagement. Gerade in Agenturen oder größeren Marketingteams ist es oft sinnvoll, dass nicht alle NutzerInnen die vollen Rechte erhalten. Durch eine klare Verteilung lassen sich die Verantwortlichkeiten definieren und Fehlkonfigurationen können eher vermieden werden. Typische Rollen sind der Account Admin, der Ads Manager und der Analyst, der ausschließlich für das Reporting zuständig ist.

Das müssen deutsche Unternehmen über die rechtlichen Anforderungen und Compliance wissen

Im X Ads Manager gelten für deutsche Unternehmen einige zusätzliche Anforderungen, die berücksichtigt werden müssen:

  • Das X-Profil sollte ein vollständiges Impressum enthalten.
  • Tracking-Tools wie das X Pixel müssen DSGVO-konform eingebunden werden.

Die Architektur des X Ads Managers verstehen

Nach der administrativen Einrichtung wählt man zwischen den beiden Bedienmodi aus. Im Hinblick auf die Komplexität und den Funktionsumfang unterscheiden sie sich sehr stark.

Der Simple Mode: einfach, aber mit eingeschränkten Funktionen

Der Simple Mode eignet sich für Einsteiger, kleine Budgets, einfache Zielsetzungen und/oder schnelle Reichweitenkampagnen. Er verfügt über reduzierte Einstellungen, bietet teilweise automatische Optimierungen sowie eine vereinfachte Zielgruppenauswahl. Zu seinen Stärken gehören vor allem die sehr schnelle und unkomplizierte Einrichtung und das geringe Risiko von Fehlkonfigurationen. Aber: Es gibt hier auch nur eingeschränkte Targeting-Optionen und insgesamt deutlich weniger Kontrolle. Für ein professionelles Online-Marketing ist dieser Modus deshalb nur bedingt geeignet. Wenn ihr gezielt Zielgruppen testen, Budgets kontrollieren und die Performance optimieren möchtet, solltet ihr am besten direkt im Advanced Mode arbeiten.

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Quelle: X

Der Advanced Mode: Profi-Modus für eine maximale Performance

Der Advanced Mode bietet das, was erfahrene Marketer schon von Meta, LinkedIn oder Google Ads kennen: Eine klare Struktur mit drei Ebenen.

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Quelle: X

 

  • Auf der ersten Ebene (Kampagne) wird zunächst das übergeordnete Ziel festgelegt. Das kann die Reichweite, das Engagement oder auch der Website-Traffic sein. Durch das definierte Ziel wird bestimmt, wie der Algorithmus die Anzeigen optimiert und letztendlich ausliefert.
  • Auf der zweiten Ebene (Anzeigengruppen) erfolgt dann die operative Steuerung. Während auf der Kampagnenebene „nur“ das übergeordnete Marketingziel festgelegt wird, entscheiden die Anzeigengruppen darüber, wem, wann und unter welchen Rahmenbedingungen eine Anzeige ausgespielt werden soll. Festgelegt werden also Parameter wie Zielgruppen (bestimmte Interessen, Keywords oder Follower von bestimmten Accounts), die Laufzeiten, die Platzierungen sowie die Budgets und Gebotsstrategien. Durch mehrere Anzeigengruppen innerhalb einer Kampagne können unterschiedliche Zielgruppen oder Ansätze sauber voneinander getrennt und getestet werden.
  • Auf der dritten Ebene (Anzeigen) wird der eigentliche Content erstellt. Sie ist die kreativste Ebene im X Ads Manager und entscheidet auch darüber, wie die Kampagne von der Zielgruppe überhaupt wahrgenommen wird. Es kommen Texte und Medien (Bilder, Videos, GIFs) zum Einsatz, und es können Call-to-Actions sowie Ziel-URLs hinterlegt werden. Ebenso lassen sich auf dieser Ebene mehrere Varianten innerhalb derselben Anzeigengruppe ausspielen. Auf diese Weise können unterschiedliche Texte, Visuals oder Botschaften unter vollkommen identischen Targeting- und Budgetbedingungen getestet werden. Der Vorteil: Die Unterschiede in der Performance lassen sich eindeutig auf den Content selbst zurückführen, und das bietet die Chance zu einer bestmöglichen Optimierung.
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Quelle: X

Fazit: Reddit Business Manager einrichten

Die Einrichtung des X Ads Managers ist weniger kompliziert als es vielleicht auf den ersten Blick scheint. Dennoch erfordert sie eine strukturierte Vorbereitung. Ob die Kampagnen später erfolgreich umgesetzt werden können, hängt maßgeblich von der Verifizierung des Accounts, dem organischen „Warming-up“ sowie den korrekten administrativen Einstellungen ab. Hier noch einmal die wesentlichsten Schritte im Überblick:

  • Verifizierung über X Premium oder Verified Organizations
  • Warming-up des Accounts durch organischen Content und Interaktionen
  • Administrative Einrichtung (Land, Währung, Zeitzone und Billing)
  • Auswahl des Modus (Simple oder Advanced)
  • Strukturierte Kampagnenplanung

Wenn der Ads Manager überlegt eingerichtet wurde, ist er vor allem für Marken, die möglichst nah an aktuellen Themen und Zielgruppen agieren möchten, eine spannende Bühne für mehr Reichweite, Echtzeit-Kommunikation und starke, performanceorientierte Kampagnen.

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