24. März 2026

Allgemein

So geht’s: Produktkatalog einrichten bei Oxid – Schritt für Schritt

Der OXID-Produktkatalog ist die technische Basis für Sichtbarkeit auf Plattformen wie Google, Meta oder TikTok. Da diese Dienste für die Anzeigenschaltung auf strukturierte Hintergrunddaten statt auf die Website zugreifen, entscheidet die Qualität dieses Feeds über den Erfolg eurer Performance-Kampagnen. Unser Beitrag "Produktkatalog einrichten bei Oxid" zeigt euch Schritt für Schritt, wie ihr einen sauberen Produkt-Feed in OXID aufbaut und erfolgreich einbindet.

Inhaltsverzeichnis

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Datenqualität als Basis: Vollständige Attribute wie IDs, Titel und Preise im OXID-Backend sind zwingend erforderlich, um Ablehnungen auf Werbeplattformen zu verhindern. 
  • Technisches Mapping: Die Shop-Felder müssen präzise den Anforderungen der Zielplattformen zugeordnet werden, damit Algorithmen die Produkte korrekt interpretieren können. 
  • Automatisierung durch Module: Der Einsatz von Feed-Modulen ermöglicht einen automatisierten Abgleich via Cronjob, wodurch Preise und Bestände ohne manuellen Aufwand aktuell bleiben. 
  • Plattformspezifische Templates: Jede Plattform (Google, Meta, TikTok) benötigt eigene Strukturen; passende Templates stellen sicher, dass alle Pflichtfelder im richtigen Format übertragen werden. 
  • Strategische Produktgruppen: Mithilfe von Filtern lassen sich gezielt nur relevante Artikel oder Kategorien exportieren, was die Budgetsteuerung und Kampagneneffizienz deutlich verbessert. 

OXID-Katalog (Feed) vs. Produktlisten im Shop

Der Begriff „Produktkatalog“ wird oft instinktiv mit der Darstellung von Angeboten für Endkunden gleichgesetzt. Ein Katalog ist (traditionell betrachtet) etwas, in dem man blättert, um passende Artikel zu finden, oder? Das stimmt – allerdings richtet sich dieses Warenverzeichnis nicht an menschliche Besucher, sondern an automatisierte Systeme von Werbeplattformen oder Marktplätzen.

Der sogenannte Produktfeed ist eine strukturierte Datensammlung – meist im XML- oder CSV-Format – die speziell für externe Plattformen erzeugt wird. Sie enthält sämtliche Produktinformationen wie Produkt-IDs, Preise, Verfügbarkeiten oder Markenangaben in einer Form, die automatisiert verarbeitet werden kann.

Wir müssen hier technisch also klar unterscheiden. Das ist der Grund dafür, dass ein optisch gepflegter und benutzerfreundlicher Shop nicht automatisch auch eine gute Performance-Marketing-Basis bietet.

Die Produkt-Datenqualität ist maßgebend für eine erfolgreiche Social-Media-Integration

Wer sicherstellen möchte, dass eine Social-Commerce- bzw. Performance-Marketing-Anbindung stabil funktioniert, beginnt immer bei der Datenqualität. Systeme wie Googles Merchant Center oder Metas Commerce Manager prüfen Produktfeeds automatisiert. Kommt es dabei zu Unstimmigkeiten, tauchen Produkte in Shopping-Formaten nicht auf oder haben eine eingeschränkte Reichweite. In manchen Fällen werden Artikel zwar importiert, jedoch nicht aktiv beworben, weil wichtige Informationen fehlen.

 

Zu den wichtigsten Qualitätsfaktoren gehören eindeutige Produkt-IDs, GTIN (EAN), klar formulierte Titel sowie vollständige Beschreibungen. Ebenso wichtig sind strukturierte Kategorien und vollständige Produktattribute wie Marke, Größe oder Farbe. Auch Preise, Lagerbestände und Verfügbarkeiten müssen konsistent gepflegt sein.

Relevante Felder im OXID-Produktkatalog

Sind die grundlegenden Produktdaten sauber gepflegt, kommt es darauf an, die wichtigsten Felder im OXID-Katalog sinnvoll zu nutzen.

Der Produkttitel wird von den Systemen zentral herangezogen, um Angebote thematisch einzuordnen und auf betreffende Suchanfragen zu beziehen. Er sollte daher idealerweise mit Marke, Produkttyp und wichtigen Merkmalen wie Größe oder Farbe versehen werden. Auch die Produktbeschreibung ist sehr relevant, da sie zusätzliche Eigenschaften zur Einordnung liefert, die von den Algorithmen ausgewertet werden.

Produktbilder sollten eine gute Auflösung von mindestens 800 mal 800 Pixeln besitzen und durch unterschiedliche Perspektiven die visuelle Qualität des Feeds erhöhen. Ebenso wichtig sind Preis- und Verfügbarkeitsangaben, die exakt mit dem Shop übereinstimmen müssen. Abweichungen führen tatsächlich häufig zu Ablehnungen im Feed.

Schritt-für-Schritt: Produkt-Feed in Oxid erstellen

Zur Feed-Erstellung nutzt man ein spezialisiertes Feed-Modul zur automatischen Bearbeitung. Das Kernziel liegt darin, eine strukturierte Datei aufzusetzen, die von den Plattformen regelmäßig abgerufen werden kann.

Schritt 1: Produktdaten sauber strukturieren

Bevor ein Feed erzeugt wird, müssen alle relevanten Produktinformationen auch im Shop vollständig gepflegt sein.

Dazu gehören eindeutige Artikelnummern oder SKUs, der Produkttitel sowie Kurz- und Langbeschreibungen. Auch Preisfelder, Währung und Lagerbestände müssen korrekt hinterlegt sein. Zusätzlich spielen Herstellerangaben und eine saubere Kategoriezuordnung eine wichtige Rolle.

Besonders bei Variantenartikeln sollten Attribute wie Größe oder Farbe eindeutig sichtbar gemacht werden. Plattformen nutzen diese Informationen, um die Modelle korrekt zu gruppieren.

Fehlen solche Angaben, entstehen später häufig Validierungsfehler im Merchant Center oder im Commerce Manager. Eine gründliche Datenpflege im Shop ist daher die Grundlage für einen funktionierenden Feed.

Schritt 2: Feed-Struktur definieren

Im nächsten Schritt wird festgelegt, welche Shop-Daten im Feed erscheinen und wie sie strukturiert werden. Jede Plattform stellt dafür eigene Anforderungen.

  • Google Shopping erwartet beispielsweise Attribute wie id, title, description, link, image_link, availability und price. Zusätzlich werden häufig Markeninformationen sowie eine GTIN oder MPN benötigt.
  • Meta arbeitet mit ähnlichen Feldern, verlangt jedoch teilweise außerdem Attribute wie condition oder sale_price.

Damit die Plattformen die Daten korrekt verarbeiten können, müssen die Shop-Felder eindeutig den jeweiligen Feed-Attributen zugeordnet werden. Dieser Prozess wird als Mapping bezeichnet. Dabei wird beispielsweise festgelegt, dass der Produkttitel aus dem Shopfeld oxtitle in das Attribut title des Feeds zu übertragen ist.

Schritt 3: Feed technisch erzeugen

Sind Daten und Struktur definiert, kann der Feed erzeugt werden. Technisch ist das über den OXID-Standardexport möglich. Dabei werden Artikeldaten über den Menüpunkt „Service“ und „Export“ in eine Datei geschrieben. Das ist jedoch relativ aufwendig, weshalb meistens spezialisierte Feed-Module zum Einsatz kommen.

Lösungen wie „Google Shopping Feed Module“, „ChannelPilot“ oder Feed-Management-Tools wie „DataFeedWatch“ und „Channable“ automatisieren viele Schritte.

Solche Module übernehmen beispielsweise das Mapping der Felder, stellen plattformspezifische Templates bereit und unterstützen Variantenstrukturen. Zusätzlich lassen sich Filter definieren, mit denen bestimmte Produkte in den Feed aufgenommen oder ausgeschlossen werden.

Nach der Einrichtung wird eine Feed-URL generiert, über die die Plattformen die Produktdaten abrufen können. Häufig erfolgt die Aktualisierung automatisch über einen Cronjob, sodass Preis- und Lagerinformationen stets synchronisiert erscheinen.

Die Wahl des richtigen Templates

Das Template legt fest, wie Produktdaten aus dem Shop exportiert und für eine Plattform strukturiert werden. Es definiert, welche Felder im Feed erscheinen, wie sie benannt sind und in welchem Format Werte übertragen werden.

Das ist wichtig, weil Plattformen wie Google, Meta oder TikTok jeweils eigene Feed-Spezifikationen und Pflichtattribute nutzen. Ohne ein passendes Template lässt sich ein Feed zwar erstellen, wird aber möglicherweise nicht vollständig akzeptiert.

In der Praxis wird zunächst die Zielplattform definiert und anschließend im Feed-Modul das passende Template gewählt. Danach sollte kurz geprüft werden, ob Produkt-ID, Markenangaben und Varianten korrekt gemappt sind.

Konfiguration von dynamischen Produktgruppen

Nicht jeder Produktfeed muss unbedingt das komplette Sortiment enthalten. Häufig ist es sogar sinnvoller, gezielt bestimmte Artikel oder Kategorien für Werbeplattformen bereitzustellen. Dann kommen dynamische Produktgruppen ins Spiel.

Über Regeln oder Filter wird hier festgelegt, welche Angebote im Feed enthalten sind – etwa nur Produkte mit Lagerbestand oder Artikel oberhalb eines bestimmten Preises. Auch Kategorien, Marken oder individuelle Attribute können als Auswahlkriterien dienen.

Der Vorteil zeigt sich später bei der Kampagnensteuerung. Plattformen wie Google, Meta oder TikTok arbeiten mit Produktgruppen statt einzelnen Artikeln. Eine saubere Struktur erleichtert daher die Budgetsteuerung, Tests und Performance-Auswertungen erheblich.

Oxid-Katalog anbinden bei Meta Ads

  1. Im Meta Commerce Manager wird zunächst unter „Kataloge“ ein neuer Produktkatalog angelegt. Dabei gilt es den Katalogtyp „E-Commerce“ zu wählen und mit dem entsprechenden Business-Manager-Konto sowie dem Werbekonto zu verknüpfen.
  1. Im neu angelegten Katalog wird anschließend unter „Datenquellen“ und „Datenfeed hinzufügen“ die Option „Geplanter Abruf“ gewählt. Hier fügt man die Feed-URL aus OXID ein und legt ein tägliches oder mehrmals tägliches Abrufintervall fest.
  1. Nach dem ersten Import sollten im Bereich „Diagnose“ die importierten Produkte überprüft werden. Hier zeigt Meta mögliche Probleme wie fehlende Pflichtfelder, doppelte Produkt-IDs oder Preisabweichungen an.
  1. Damit dynamische Anzeigen funktionieren, wird der Katalog unter „Einstellungen“ und „Ereignisquellen“ mit dem Meta Pixel oder der Conversion API verbunden. Anschließend können im Bereich „Produktsets“ Produktgruppen erstellt werden, die später im Ads Manager für Dynamic Ads nutzbar sind. 

Oxid-Feed in Google Ads integrieren

  1. Google Merchant Center betreten und als primäre Handlung den Shop einrichten. Dazu gehört die Verifizierung der Domain sowie das Hinterlegen von Versand- und Steuerinformationen unter „Tools und Einstellungen“.
  2. Anschließend wird unter „Produkte“ und „Feeds“ ein neuer Hauptfeed erstellt. Alternativ könnt ihr unter “Einstellungen” und “Datenquellen” einen Datenfeed anlegen. Als Feed-Methode wählt man meistens „Geplanter Abruf“, wobei die OXID-Feed-URL einzufügen und ein regelmäßiges Abrufintervall zu definieren ist.
  1. Nach dem Import prüft Google die Daten automatisch. Im Bereich „Produkte“ und „Diagnose“ werden mögliche Probleme angezeigt.
  2. Sobald die Produkte freigegeben sind, wird das Merchant-Center-Konto unter „Tools und Einstellungen“ und „Verknüpfte Konten“ mit dem entsprechenden Google-Ads-Konto verbunden. Danach lassen sich in Google Ads Shopping- oder Performance-Max-Kampagnen erstellen.

Oxid-Produktkatalog bei TikTok Ads anbinden

  1. Der TikTok Ads Manager bietet unter „Assets“ und „Catalog“ die Möglichkeit, einen neuen Produktkatalog zu erstellen.

2. Ist das erledigt, gilt es im Katalog unter „Data Sources“ die Feed-URL aus OXID zu hinterlegen. Auch hier wird in aller Regel der geplante Abruf gewählt, damit TikTok den Feed regelmäßig von selbst aktualisiert.

2. Ist das erledigt, gilt es im Katalog unter „Data Sources“ die Feed-URL aus OXID zu hinterlegen. Auch hier wird in aller Regel der geplante Abruf gewählt, damit TikTok den Feed regelmäßig von selbst aktualisiert.

  1. Nach dem Import lohnt sich (wieder) ein Blick in den Bereich „Diagnostics“ für die Aufdeckung möglicher Fehler.
  2. Damit dynamische Produktanzeigen funktionieren, wird der Katalog unter „Events“ und „Data Sources“ mit dem TikTok Pixel verbunden. Dabei muss die Produkt-ID im Feed mit der ID übereinstimmen, die bei Events wie ViewContent oder AddToCart übertragen wird.

2. Ist das erledigt, gilt es im Katalog unter „Data Sources“ die Feed-URL aus OXID zu hinterlegen. Auch hier wird in aller Regel der geplante Abruf gewählt, damit TikTok den Feed regelmäßig von selbst aktualisiert.

  1. Nach dem Import lohnt sich (wieder) ein Blick in den Bereich „Diagnostics“ für die Aufdeckung möglicher Fehler.
  2. Damit dynamische Produktanzeigen funktionieren, wird der Katalog unter „Events“ und „Data Sources“ mit dem TikTok Pixel verbunden. Dabei muss die Produkt-ID im Feed mit der ID übereinstimmen, die bei Events wie ViewContent oder AddToCart übertragen wird.

Häufige Probleme und Lösungen (FAQ)

Oxid Produktkatalog manuell oder mit einem Modul einrichten?

Grundsätzlich ist beides möglich. Der manuelle Export erfordert jedoch fast immer zusätzliche Anpassungen an Struktur und Mapping sowie zudem manuelle Aktualisierungen des Feeds. In der Praxis greifen daher viele Shopbetreiber auf Feed-Module zurück, die die spezifischen Plattformanforderungen bereits berücksichtigen und automatisierte Prozesse ermöglichen.

Produkte werden in Facebook, Instagram, TikTok oder Google nicht korrekt dargestellt – woran liegt das?

In den meisten Fällen sind unvollständige oder fehlerhafte Feed-Daten ausschlaggebend. Häufige Ursachen liegen in fehlenden Pflichtattributen, Preisabweichungen zwischen Shop und Feed oder falsch gepflegten Varianten.

Warum erscheinen Produkte trotz optimiertem Shop-Frontend nicht in Social Media?

Ein gut gestalteter Shop bedeutet nicht automatisch, dass auch ein funktionierender Produktkatalog existiert. Das Frontend ist in erster Linie für die Besucher optimiert, Social Media und andere Werbeplattformen benötigen hingegen strukturierte und maschinenlesbare Daten. Nur wenn diese Informationen im Feed korrekt aufgebaut sind, können die Angebote für Performance-Marketing-Zwecke verarbeitet werden.

Fazit: Produktkatalog einrichten bei Oxid

Ein funktionierender Produktkatalog oder Feed ist die technische Grundlage für erfolgreiches Performance-Marketing im E-Commerce. Erst durch strukturierte Produktdaten können Plattformen wie Google, Meta oder TikTok Angebote automatisch erfassen, kategorisieren und dynamisch in Anzeigen integrieren.

Die wichtigsten Schritte bauen dabei logisch aufeinander auf. Zunächst müssen die Produktinformationen vollständig und konsistent gepflegt werden. Anschließend wird ein Feed erstellt, der diese Daten in strukturierter Form exportiert. Über passende Templates und korrektes Mapping werden sie an die Anforderungen der jeweiligen Plattform angepasst. Die letztliche Integration erfolgt je nach Kanal über Commerce Manager (Meta), Merchant Center (Google) oder Ads Manager (TikTok). Solltet ihr an einem gewissen Punkt nicht weiterkommen, zögert nicht, uns zu kontaktieren. Wir stehen euch gerne mit Rat und Tat zur Seite.  

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