22. Juni 2026

Google Ads

Google Performance Max Kampagne erstellen – Schritt für Schritt

Performance Max bündelt zahlreiche Google-Kanäle in einem einzigen Kampagnentyp. Anzeigen können so reichweitenstark in der Suche, bei Shopping, im Display-Netzwerk, auf YouTube, in Gmail, Apps, Maps und Discover erscheinen. Diese dynamische Verteilung ist entscheidend, da Kunden sich heute über viele Kontaktpunkte hinweg informieren – ob per Suche, Video oder Display-Anzeige. Automatisierung und maschinelles Lernen übernehmen dabei die Ausspielung: Sie liefern dem System alle wichtigen digitalen Materialien (Assets), aus denen die KI anschließend passgenaue Anzeigenformate generiert. Trotz dieser intelligenten Automatisierung ist PMax kein Selbstläufer. Eine saubere Vorbereitung bleibt erfolgsentscheidend: Die Leistung hängt maßgeblich davon ab, welches strategische Setup Sie wählen und welche Ziele, Daten sowie Inhalte dem System bereitgestellt werden.

Inhaltsverzeichnis

Das Wichtigste in Kürze

  • Google Performance Max (PMax) bündelt alle relevanten Google-Kanäle wie Suche, Shopping, Display und YouTube in einem einzigen, zielbasierten Kampagnentyp und sorgt so für maximale Reichweite.

  • Da die operative Ausspielung stark durch maschinelles Lernen automatisiert abläuft, verschiebt sich der Fokus vom manuellen Kampagnenmanagement hin zu einer strategisch sauberen Vorbereitung.

  • Die Einrichtung erfordert ein strukturiertes Setup, bei dem klare Conversion-Ziele, ausreichend Budget und eine passende Gebotsstrategie (wie Ziel-CPA oder Ziel-ROAS) die Basis für den Erfolg bilden.

  • Eine entscheidende Rolle spielen die Asset-Gruppen, denn nur mit thematisch passenden, hochwertigen Texten, Bildern und Videos kann die KI gut funktionierende Anzeigenkombinationen generieren.

  • Die gezielte Integration von eigenen First-Party-Daten, Kundenlisten und starken Zielgruppensignalen verkürzt die anfängliche Lernphase des Algorithmus erheblich und führt schneller zu qualifizierten Klicks.

  • Auch wenn PMax stark automatisiert arbeitet, ist die Kampagne kein Selbstläufer und erfordert anfängliche Geduld sowie eine regelmäßige, datenbasierte Optimierung der Inhalte, URLs und Produktfeeds.

Unterschiede von Performance Max Kampagnen zu herkömmlichen Google Ads

Klassische Google-Ads-Kampagnen sind meist nach Netzwerken getrennt. Für Suchanzeigen gibt es Suchkampagnen, für Produktanzeigen Shopping-Kampagnen, für Banner Display-Kampagnen und für Videos YouTube-Kampagnen. Jede Kampagne hat eigene Einstellungen, Zielgruppen, Anzeigenformate und Gebotsstrategien.

Performance Max löst diese Trennung weitgehend auf. Der Kampagnentyp orientiert sich nicht zuerst am Kanal, sondern am Ziel. Das kann ein Kauf, eine Anfrage, ein Ladenbesuch oder ein bestimmter Conversion-Wert sein. Google entscheidet anschließend, auf welchen Platzierungen dieses Ziel am wahrscheinlichsten erreicht wird.

Damit verschiebt sich auch die Arbeit im Kampagnenmanagement. Statt einzelne Keywords, Placements und Formate vollständig manuell zu steuern, werden dem System starke Eingangssignale gegeben. Dazu zählen gute Conversion-Daten, hochwertige Assets, Zielgruppensignale und klare wirtschaftliche Vorgaben. Die operative Ausspielung übernimmt Google, die strategische Qualität kommt aber aus dem Setup.

 

Vorteile einer PMax Kampagne

Der größte Vorteil liegt in der Reichweite. Mit einer einzigen Kampagne lassen sich viele relevante Google-Platzierungen abdecken. Das spart Aufwand und erleichtert den Zugang zu Inventar, das sonst über mehrere Kampagnentypen verteilt wäre.

Hinzu kommen überaus effiziente Optimierungsmöglichkeiten. Google kann Gebote, Anzeigenvarianten und Ausspielungen fortlaufend anpassen. Besonders bei ausreichend Conversion-Daten erkennt das System Muster, die manuell nur schwer vollständig auszuwerten wären. Dadurch lassen sich Nutzer mit hoher Kauf- oder Kontaktwahrscheinlichkeit besser erreichen.

Außerdem besteht die Chance, derartige Anzeigen präzise auf Geschäftsziele auszurichten. Statt nur Klicks oder Impressionen einzukaufen, kann Performance Max auf Conversions, Ziel-CPA oder ROAS optimieren. Wer Umsatzwerte, qualifizierte Leads oder Offline-Conversions sauber zurückspielt, gibt dem System wertvolle Lernsignale. So rücken profitable Aktionen stärker in den Mittelpunkt.

Nicht zu vergessen ist die kreative Vielfalt. Aus mehreren Texten, Bildern, Logos und Videos entstehen verschiedene Anzeigenkombinationen. So kann Google je nach Kanal und Nutzungssituation passende Varianten testen – ganz ohne Aufwand.

 

Anleitung: So lassen sich Google Performance Max Kampagnen erstellen

Eine systematische Einrichtung ist wichtig, weil Performance Max viele Entscheidungen automatisiert trifft. Je sauberer die Ziele, Daten, Assets und Einstellungen vorbereitet sind, desto besser kann das System lernen und optimieren. Und so funktioniert’s.

 

1. Schritt: Neue Kampagne in Google Ads starten

Zuerst wird das Google-Ads-Konto geöffnet. In der linken Navigation geht es zum Bereich „Kampagnen“. Dort auf das Plus-Symbol klicken und „Neue Kampagne“ auswählen.

Anschließend fragt Google nach dem Kampagnenziel. Für viele Konten eignen sich „Umsätze“, „Leads“ oder „Zugriffe auf die Website“. Eine Kampagne ohne Zielvorhaben ist möglich, für eine strukturierte Optimierung aber meist weniger hilfreich. Wir nehmen hier beispielhaft eine Umsatz-Kampagne. 

2. Schritt: Conversion-Ziele prüfen

Im nächsten Bereich werden die Conversion-Ziele angezeigt. Hier sollte bewusst ausgewählt werden, welche Aktionen den tatsächlichen Erfolg der Kampagne abbilden. Dazu zählen je nach Geschäftsmodell zum Beispiel Käufe, qualifizierte Anfragen, Anrufe oder wertvolle Lead-Aktionen. Unpassende Aktionen sollten entfernt oder anders gewichtet werden. Wichtig für uns und unsere Umsatz Kampagne sind hier vor allem “In den Einkaufswagen” und natürlich die “Käufe”.

Bei Lead-Projekten lohnt sich die Trennung zwischen einfachen Kontaktformularen und hochwertigen Anfragen. 

3. Schritt: Performance Max als Kampagnentyp wählen

Nach der Zielfestlegung erscheint die Auswahl des Kampagnentyps. Hier wird „Performance Max“ angeklickt. Falls mehrere Conversion-Ziele im Konto vorhanden sind, sollte geprüft werden, welche Aktionen für diese Kampagne relevant sind.

Bevor es weitergeht, sollten noch die Landingpage sowie der Name der Kampagne hinterlegt werden. 

4. Schritt: Budget und Gebotsstrategie festlegen

Es gilt jetzt das Tagesbudget einzutragen. Man sollte hier genug Spielraum zulassen, damit die Kampagne Daten sammeln kann. Zu kleine Budgets bremsen die Lernphase und erschweren schließlich belastbare Ergebnisse. Ihr habt die Wahl zwischen vorgeschlagenen Budgets oder einem benutzerdefinierten Budget. Zusätzlich könnt ihr wählen, ob ihr ein Tagesbudget festlegt – also jeden Tag ungefähr gleich viel Geld investiert werden soll – oder ob ihr ein Gesamtbudget für die Kampagne festlegen wollt. 

Bei der Gebotsstrategie stehen je nach Ziel verschiedene Optionen bereit. Für Leads werden häufig „Conversions maximieren“ oder ein Ziel-CPA genutzt. Für Online-Shops bieten sich „Conversion-Wert maximieren“ oder ein Ziel-ROAS an. Am Anfang kann es sinnvoll sein, erst Daten aufzubauen und Zielwerte später vorsichtig zu ergänzen. Anschließend sollten CPA- oder ROAS-Vorgaben schrittweise angepasst werden, damit die Kampagne genug Spielraum zum Lernen behält und nicht zu früh ausgebremst wird.

5. Schritt: Standort und Sprache einstellen

In den Kampagneneinstellungen erfolgt ein wichtiger Teil des Feintunings. Standort und Sprache bestimmen, in welchen Regionen und bei welchen Nutzergruppen die Kampagne ausgespielt wird. Deshalb sollten diese Einstellungen immer zum Geschäftsmodell passen.

Ein regionaler Dienstleister aus dem Raum Frankfurt würde zum Beispiel Frankfurt, das Rhein-Main-Gebiet oder einen realistischen Umkreis um den Standort auswählen. So werden Anfragen aus Gebieten vermieden, die operativ nicht bedient werden können. Ein Online-Shop mit deutschlandweitem Versand würde dagegen ganz Deutschland als Zielgebiet wählen, sofern Lieferung, Preise und Service bundesweit funktionieren.

Bei den Sprachen wird häufig Deutsch gewählt, wenn Anzeigen und Zielseiten auf den DACH-Raum ausgerichtet sind. Die Auswahl sollte zur Website, zur Zielgruppe und zur Kommunikation passen.

6. Schritt: Final-URL-Erweiterung bewerten

Bei aktivierter Final-URL-Erweiterung darf Performance Max neben der hinterlegten Ziel-URL auch weitere passende Bereiche der Website für die Ausspielung nutzen. Google ist dann nicht auf eine einzelne Landingpage begrenzt, sondern wählt je nach Suchintention und Kampagnenziel einen geeigneten Einstiegspunkt aus. Das ist besonders nützlich, wenn die Website mehrere relevante Kategorien, Leistungsbereiche oder Produktgruppen enthält.

Bei klar definierten Landingpages sollte diese Funktion sorgfältig geprüft werden. Wenn die Kampagne nur auf eine bestimmte URL führen soll, kann eine automatische Erweiterung zu unpassenden Einstiegsseiten führen. Falls bestimmte Bereiche nicht beworben werden sollen, helfen URL-Ausschlüsse. Dazu gehören typischerweise das Impressum, der Datenschutzhinweis, Karriere-Seiten oder irrelevante Blogbeiträge.

7. Schritt: Asset-Gruppe anlegen

Jetzt wird die erste Asset-Gruppe erstellt. Sie bündelt Inhalte zu einem Angebot, einer Produktgruppe oder einem Thema. Texte, Bilder, Videos, Logos, die Zielseite und Zielgruppensignale sollten thematisch zusammenpassen.

In die Asset-Gruppe gehören mehrere kurze und lange Anzeigentitel, Beschreibungen, Logos, Bilder und idealerweise Videos. Wenn kein Video vorhanden ist, kann Google automatisch eines aus bestehenden Assets erstellen.

8. Schritt: Zielgruppensignale hinzufügen

Zielgruppensignale helfen Google, passende Nutzer schneller zu erkennen. Sie sind keine harte Eingrenzung, sondern Hinweise für die Lernphase. Sinnvoll ist hier die Integration eigener Daten wie Website-Besuche, Kundenlisten oder frühere Käufe.

Auch Suchthemen, Interessen und demografische Merkmale können ergänzt werden. Gerade bei neuen Kampagnen verkürzen gute Signale den Weg zu relevanten Ausspielungen.

9. Schritt: Anzeigen-Assets ergänzen

Zusätzliche Assets wie Sitelinks, Callouts, Snippets, Preise oder Anruferweiterungen erhöhen die Informationsdichte der Anzeigen. Sie können Nutzern schnellere Wege zu relevanten Unterseiten oder Kontaktmöglichkeiten bieten.

10. Schritt: Kampagne prüfen und veröffentlichen

Vor dem Start zeigt Google eine Zusammenfassung. Budget, Gebotsstrategie, Ziele, Standorte, Sprache, URLs, Asset-Gruppe und Erweiterungen sollten sorgfältig kontrolliert werden. Danach kann die Kampagne mit der Arbeit beginnen.

Achtung: Nach dem Start braucht das System Zeit zum Lernen. In den ersten Tagen sind hektische Änderungen wenig hilfreich. Besser ist es, Daten zu sammeln, offensichtliche Fehler zu beheben und später strukturiert zu optimieren.

Die wichtigsten Tipps für erfolgreiche PMax Kampagnen: Typische Fehler vermeiden

Eine gute Vorbereitung entscheidet darüber, ob die Automatisierung verwertbare Signale erhält. Erfolgreiche Kampagnen entstehen kaum allein durch KI, sondern vor allem aus passenden Assets, klaren Daten und laufender Optimierung. Werden diese Grundlagen vernachlässigt, entstehen zugleich einige der größten Fehler bei Performance Max, die sich später nur mit erheblichem zusätzlichem Aufwand korrigieren lassen.

Assets strategisch planen

Gute Assets sind einer der wichtigsten Erfolgsfaktoren. Texte sollten klare Nutzenargumente enthalten, Bilder müssen zum Angebot passen und Logos sollten in den optimalen Formaten vorliegen. Unterschiedliche Varianten helfen, mehr Platzierungen abzudecken.

Starke Asset-Gruppen entstehen aber weniger durch möglichst viele Inhalte und mehr durch eine klare thematische Zuordnung. Angebot, Zielseiten, Botschaften und Conversion-Ziele bilden idealerweise eine Einheit. Wer eine Performance Max Kampagne erstellen möchte, sollte deshalb zuerst die Kampagnenlogik planen.

Produktdaten und Feeds sauber vorbereiten

Für Online-Shops ist der Produktfeed besonders wichtig. Titel, Preise, Bilder, Verfügbarkeit, Kategorien und Produktattribute sollten aktuell und vollständig sein. Fehlende oder unklare Angaben erschweren die Ausspielung.

Hilfreich sind auch Custom Labels. Damit lassen sich Produkte nach Marge, Saison, Bestseller-Status oder Lagerbestand sortieren. Das erleichtert spätere Auswertungen und feinere Kampagnenstrukturen.

Suchthemen gezielt nutzen

Suchthemen geben Performance Max zusätzliche Hinweise zu relevanten Suchintentionen. Das ist nützlich, wenn neue Angebote beworben werden oder noch wenige Conversion-Daten vorhanden sind.

Die Begriffe sollten nah am Angebot, an typischen Problemen oder an konkreten Kaufabsichten der jeweiligen Zielgruppe liegen. Allgemeine oder zu breite Suchthemen liefern oft weniger verwertbare Signale.

Eigene Daten einbinden

First-Party-Daten sind für Performance Max sehr wertvoll. Dazu gehören Kundenlisten, Remarketing-Zielgruppen, Käufersegmente oder Informationen aus CRM-Systemen. Sie helfen dem Algorithmus, relevante Nutzergruppen schneller zu erkennen.

Noch besser wird die Optimierung, wenn qualifizierte Conversions zurückgespielt werden. Bei Leads zählt nicht jede Anfrage gleich viel. Werden hochwertige Abschlüsse oder relevante Lead-Status importiert, kann Google stärker auf Qualität optimieren.

Berichte regelmäßig auswerten

Performance Max bietet weniger Detailsteuerung als klassische Suchkampagnen, liefert aber wichtige Hinweise. Asset-Berichte, Suchkategorien, Produktdaten und Conversion-Auswertungen zeigen, wo Optimierungspotenzial liegt.

Schwache Assets können ersetzt, starke Themen ausgebaut und unpassende Zielseiten ausgeschlossen werden. Automatisierung nimmt Arbeit ab, ersetzt aber keine fachliche Kontrolle.

Fazit: Der Weg zu einer performanten Performance Max-Kampagne

Performance Max bündelt zentrale Google-Kanäle in einem Kampagnentyp. Anzeigen können in der Suche, bei Shopping, im Display-Netzwerk, auf YouTube, in Gmail, Maps, Discover und Apps erscheinen. Das bringt starke Vorteile – vor allem in Reichweite und Effizienz.

Wer eine Performance Max Kampagne erstellen möchte, sollte strukturiert vorgehen: Kampagnenziel auswählen, relevante Conversions prüfen, Budget und Gebotsstrategie festlegen, Standorte definieren, URL-Optionen bewerten, Asset-Gruppen aufbauen und Zielgruppensignale ergänzen. Danach folgen die finale Kontrolle, die Veröffentlichung und eine hinreichende Lernphase. Für langfristigen Erfolg braucht es hochwertige Assets, saubere First-Party-Daten, ein verlässliches Tracking und regelmäßige Auswertungen.

Eine PMax Kampagne arbeitet stark automatisiert, kann ihr volles Potenzial aber trotzdem nur mit einem optimalen Setup ausspielen.

Bild von Tobias Lübke

Tobias Lübke

Als Google-Ads-Professional verantwortet Tobias den Bereich Search Engine Marketing der Agentur. Wenn er gerade nicht auf der Suche nach dem perfekten Ranking ist, optimiert er Geschäftsprozesse beim Kunden.

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