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TGIF #15 – Der News-Wrapup zum Wochenende

Würdet ihr für Instagram-Content Geld bezahlen? Was für viele abwegig klingt, könnte schon bald Realität werden. Außerdem diese Woche: Wir schauen uns die neuen Twitter Communities an und klären, warum Österreich es auf Google Analytics abgesehen hat. Thank God It’s Friday!

Instagram bald mit Abo-Modell?

Instagram testet zurzeit ein Abo-Modell mit vorerst zehn InfluencerInnen in den USA. Für bestimmte Premium-Inhalte und Live-Videos müssen die Fans ein Abo abschließen, was zwischen einem und 100 Dollar liegen kann. Das Geld geht momentan komplett an die InfluencerInnen, ab 2023 will Instagram dann mitverdienen.

Wir finden: Der Kreis der InfluencerInnen mit Abo-Modell ist aktuell sehr klein. Instagram wird die Chance nutzen, um Erfahrungen mit Bezahlinhalten zu sammeln und die Akzeptanz der Nutzer auszutesten. Auch bei Facebook macht man sich seit Jahren Gedanken um eine Bezahlversion. Unsere Einschätzung: Früher oder später wird es so kommen, denn Twitch und YouTube haben es vorgemacht, wie sich Communities hervorragend monetarisieren lassen (🤑).

Twitter Communities im Test

Die Twitter Gruppen gehen auch bei uns in Deutschland in die Testphase: Bei dem “Communities” genannten Feature können sich Nutzer zu einem bestimmten Thema zusammenfinden und austauschen. Dabei kann der Zugang zu einer Community durch den Administrator beschränkt werden. Entweder können Nutzer eigenständig oder nur auf Einladung beitreten.

Die Twitter Communities funktionieren ansonsten ähnlich wie Facebook Gruppen: Ihr könnt interne Diskussionen führen, ihr könnt euch bei Aktivitäten in eurer Community benachrichtigen lassen und Moderatoren können Tweets innerhalb der Community ausblenden. Nur neue Communities anlegen könnt ihr momentan noch nicht.

Wir finden: Das Community-Feature von Twitter funktioniert schon ganz ordentlich. Momentan gibt es aber noch keine Möglichkeit, gezielt nach den Gruppen zu suchen. Eher stolpert man in der normalen Tweets-Suche darüber. Neue Gruppen anlegen geht ebenfalls noch nicht. Die bisherigen Communities wurden von der Twitter Redaktion erstellt, basierend auf viel diskutierten Themen (Dogs, SEO, Skincare etc.).

Quelle: Twitter

Österreichs Datenschützer gegen Google

Was haben Österreich und Google Analytics gemeinsam? Richtig, innerhalb der EU sind beide eher unbeliebt. Kleiner Spaß. Vergangene Woche hat die österreichische Datenschutzbehörde erklärt, dass Google Analytics einen Verstoß gegen die DSGVO darstelle. Dabei geht es um die automatische Übertragung von europäischen Nutzerdaten auf amerikanische Server, wo die Daten den Spionage-Maßnahmen der US-Geheimdienste ausgesetzt sind (dies ist übrigens auch bei jedem Social Network so, bis auf TikTok vielleicht). Der Aufschrei im Internet war absehbar. Es herrschte Weltuntergangsstimmung.

Unsere super relevante Fachmeinung: Eine Datenschutzbehörde ist offensichtlich kein Gericht. Ein Urteil zu der Einstufung durch die obersten Datenschützer Österreichs gibt es bis heute noch nicht. Rechtskräftig ist hier gar nichts. Eine Headline im Sinne von “Österreich verbietet Google Analytics”, wie wir sie häufig lesen mussten, verbietet sich also.

Da wir keine Fachleute im Datenschutz sind, verweisen wir auf den Lagebericht von Fachanwalt Thomas Schwenke: 

Klingt gar nicht mehr so nach Weltuntergang, oder?

Bevor wir also anfangen, Google Analytics wild in all unseren Projekten zu entfernen, heißt es hier also: Abwarten und Tee (Mate) trinken.

Hinweis: Wir versprechen euch, auf euren Seitenaufruf dieses Blogartikels in Google Analytics besonders gut aufzupassen und wünschen euch ein schönes Wochenende!

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