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TGIF #28 – Musk kauft Twitter, EU reguliert Konzerne, Google Analytics 4

Da haben wir nicht schlecht geguckt: Letzte Woche noch haben wir berichtet, dass sich das Twitter-Board gegen eine Übernahme durch Elon Musk zur Wehr setzen wolle. Nun ist dieser Widerstand gebrochen. Musk wird Twitter kaufen. Was diese Woche sonst noch passiert ist, erfahrt ihr in den News!

Twitter Management vs. Elon Musk

Für insgesamt 44 Milliarden US-Dollar (etwa 41 Milliarden Euro) übernimmt der CEO des Elektroauto-Pionier aus den USA den Microblogging-Dienst Twitter. Nun müssen die meisten Aktionäre noch ihre Anteile an Musk verkaufen. Da sich das Twitter-Board nun allerdings geschlossen hinter die Transaktion gestellt hat, ist dies wohl nur noch eine Frage der Zeit.

Elon Musk hat Großes mit Twitter vor: Laut eigener Aussage habe er ein tiefes inneres Gefühl, dass eine offene, freie und nicht börsennotierte Kommunikationsplattform für die Zukunft der Menschheit sehr wichtig sei. Er plant daher, den “Zwitscherdienst” nach der Übernahme von der Börse zu nehmen. Darüber hinaus macht er sich Gedanken über die Einführung des lang ersehnten Edit-Buttons und ein Bezahlmodell für Twitter, um unabhängig von Werbekunden zu werden. Die wirtschaftliche Komponente habe bei der Übernahme für ihn keine große Rolle gespielt. 

Wir finden: Man kann von Elon Musk halten, was man möchte. Er gilt als ein radikaler Vertreter der Meinungsfreiheit. Die Linien, die besonders wir in Europa zwischen freier Meinungsäußerung, Hate Speech und Desinformation ziehen, scheinen bei Elon Musk ineinander überzugehen. In der Vergangenheit hat sich der Tesla-Gründer für weniger staatliche Regulierung und mehr individuelle Verantwortung des Einzelnen ausgesprochen: Alles, was das Gesetz billigt, soll zukünftig auch bei Twitter stehen bleiben. Wir sind sehr gespannt, ob und inwieweit sich die Firma unter Musks Ägide verändern wird. Und wie der libertäre Ansatz von Musk mit der Europäischen Union harmoniert. Es bleibt in jedem Falle spannend …

EU Kommission verabschiedet Digital Services Act 

Apropos Europäische Union: Diese Woche wurde der Digital Services Act von der EU-Kommission verabschiedet. Der abgekürzt genannte “DSA” soll den Umgang mit digitalen Plattformen innerhalb der EU grundlegend neu regeln. Er enthält umfassende Regeln für alle Betreiber von Online-Shops, Social Networks und News-Plattformen. Kurz gesagt: Für alle, die auf dem Wirtschaftsraum der EU Geld im Internet verdienen. Dabei ist es egal, wo das Unternehmen seinen Sitz auf den Seychellen hat. 

Der DSA soll aber auch die Rechte der Endbenutzer stärken: Plattformen müssen zukünftig dem Nutzer die Möglichkeit einer Anhörung geben, sollte sein Account gesperrt werden. Außerdem sollen die Nutzer mehr Infos darüber erhalten, warum ihnen bestimmte Inhalte in die Timeline gespült werden. Sogar Informationen zur Funktionsweise ihrer Algorithmen sollen Facebook, Google und Co. offenlegen – ein Geheimnis, was bislang streng gehütet wird. Die Verarbeitung von Nutzerdaten von Minderjährigen mit dem Zweck der Werbung ist Websitebetreibern zukünftig verboten. 

Wir meinen: Der Digital Services Act muss nun in Landesgesetzgebung überführt werden. Dies soll bis zum Ende des Jahres passieren. Dann werden wir beurteilen können, wie sich die neuen Regulierungen konkret auf deutsche Gesetze auswirken. Viele Paragraphen wie zum Beispiel die Anhörungspflicht kennen wir in Deutschland bereits aus dem Netzwerkdurchsetzungsgesetz. Diese Pflicht gilt in Deutschland bereits heute. Vielleicht werden wir in Deutschland also weniger von den Umstellungen auf Facebook & Co. merken als in anderen europäischen Ländern.

Von Google Universal Analytics zu GA4 wechseln

Langsam aber sicher läuft der Countdown: Am 1. Juli 2023 wird Google Universal Analytics abgeschaltet. Bis dahin muss jedes Unternehmen die Entscheidung treffen, wie es zukünftig Web-Analyse betreiben möchte. Natürlich gibt es die Möglichkeit, gar nichts zu tun und zukünftig keine Daten über die Website-Nutzung mehr zu erheben. Davon raten wir allerdings ab.

Wir empfehlen, jetzt schon den Wechsel zur Nachfolgerversion von Google Universal Analytics zu vollziehen. Mit Google Analytics 4 können die Daten schneller, robuster und sicherer ausgewertet werden. Mit der zeitnahen Einrichtung vom neuen Analyse-Dienst von Google ist man gut gerüstet für die Abschaltung nächstes Jahr.

Da der Umzug von Google Universal Analytics zu Google Analytics 4 nicht gerade trivial ist, haben wir einen umfangreichen How-to-Artikel geschrieben. Dort erläutern wir den Wechsel Schritt für Schritt. Wer darüber hinaus Unterstützung bei der Google Analytics-Umstellung benötigt, meldet sich gerne diskret bei uns per Mail. Wir ziehen gerade einen ganzen Haufen aktiver Kundenprojekte zu Google Analytics 4 um. 

In diesem Sinne: Zurück an die Arbeit. Wir hoffen, ihr genießt das sonnige Wochenende. Geht mal raus! 👋  #TGIF

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