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Social Media Neuheiten im Juli: Einkaufen auf Pinterest, YouTube & Co!

Die Shopping Funktionen sind auf Social Media kaum mehr wegzudenken. Immer mehr soziale Netzwerke integrieren die Möglichkeit, Produkte direkt auf der Plattform zu erwerben. Bei Instagram und Facebook ist diese Funktion schon länger vorhanden – nun ziehen auch Pinterest und sogar YouTube nach. Ihr verliert langsam den Durchblick? Kein Problem! Wir zeigen euch, welche neuen Social Shopping Funktionen verfügbar sind – und was die Zukunft bringen könnte.

Produkte shoppen – auf Pinterest

Am 6. Juni kündigte Pinterest an, dass ihre Shopping-Funktion zukünftig auch in Deutschland verfügbar sein wird. Pinterest-Nutzer:innen können somit Produkte direkt über Pins, Pinnwände und die Suchergebnisse kaufen. Zusätzlich gibt es die Möglichkeit, einzelne Produkt-Pins in Einkaufslisten zu speichern. Dort erhalten Nutzer:innen auch weitere Informationen wie den Preis der Produkte, Bewertungen und Versandinformationen in einem übersichtlichen Layout. Laut Pinterest kaufen Menschen Produkte, die sie sich über Pins gemerkt haben, mit einer 7 Mal höheren Wahrscheinlichkeit. Zunächst sind Einkaufslisten nur in den USA und dem Vereinigten Königreich verfügbar, sollen aber später in diesem Jahr auch nach Deutschland kommen.

Quelle: Pinterest

Händler haben auf Pinterest die Möglichkeit, eine Verifizierung zu beantragen, die dann durch ein spezielles blaues Häkchen auf ihren Profilen ausgedrückt wird. Händler, die sich für das Programm interessieren, erhalten mehr Informationen unter: pinterest.com/de/verified-merchant-program/.

Quelle: Pinterest

Live-Shopping mit YouTube

Momentan befindet sich auch YouTube in einer Betatestphase für eine integrierte Shopping-Funktion. Diese ermöglicht es, in Videos verlinkte Produkte direkt zu kaufen, ohne externe Seiten besuchen zu müssen.

Seit Anfang dieses Jahres nehmen zunächst nur wenige YouTuber an dem Testlauf teil und verlinken in ihren Videos die gezeigten Produkte. Mit einem Klick auf ein kleines Warenkorbsymbol in der unteren linken Ecke des Videos ist es dann möglich, die sogenannten Product Tags in einer Liste einzusehen. In dieser Liste können dann Produktseiten, verwandte Videos und natürlich Einkaufsoptionen erkundet werden. Derzeit ist diese Funktion allerdings nur – ihr ahnt es bereits – in den USA nutzbar.

Facebook kooperiert mit Shopify

Shopify wird sein E-Commerce-Checkout-System für alle Einzelhändler bereitstellen, die über Google und Facebook verkaufen und so die bestehende Zusammenarbeit mit den beiden US-Riesen ausbauen. Bei Shopify handelt es sich um das weltweit größte Shopsystem für E-Commerce.

Momentan haben Einzelhändler über die Social-Media-Plattformen Zugriff auf den eigenen Zahlungsanbieter von Shopify – genannt Shop Pay – aber sie müssen Shopify-Händler sein, um die Funktion nutzen zu können.

Die Kooperation eröffnet Händlern, die ihre Produkte über Facebook- oder Google-Angebote verkaufen, nun erstmals auch ohne Registrierung bei Shopify die Möglichkeit, den Einkauf über Shop Pay abwickeln zu lassen. Bei Facebook ist der Startschuss im Juli, bei Google geht es erst später im Jahr 2021 los – vorerst allerdings nur in den USA.

Quelle: Shopify

Shop Pay speichert Benutzerinformationen wie Adresse und Zahlungsdaten und beschleunigt damit den Kaufabschluss. So müssen Kunden nicht bei jedem Onlineshopping-Vorgang ihre gesamten Daten eingeben und können im besten Fall mit nur einem Klick den Bezahlvorgang abschließen. 

Der Vorteil von Shopify besteht für Händer vor allem darin, ein einheitliches Shopsystem nutzen zu können – auch wenn diese ihre Produkte über mehrere Plattformen verkaufen.

Fazit

Wir sind gespannt, welche Möglichkeiten sich mit den Funktionen auf den verschiedenen Plattformen noch ergeben werden. Vor allem bei YouTube bleibt es spannend, wann die Shopping-Funktion in Deutschland eingeführt wird. Wir könnten uns zum Beispiel Live-Shopping in Live Streams auf YouTube sehr gut vorstellen.

Auch die Kooperation von Shopify bietet viel Potential. Durch den zunehmenden Druck der Datenschutzbehörden im Bereich Online-Tracking wird der Kaufprozess immer weiter von der Website weg verlagert. Shopify hat das Potenzial, hier das Bindeglied von bereits etablierten Netzwerken wie Facebook und einem erprobten Zahlungssystem zu sein. Der Kaufabschluss über Shopify ist einfach, schnell und regt zu Impulskäufen an. Die zeitaufwendige Erstellung von Benutzerkonten in teils wenig intuitiven Shopsystemen könnte bald der Vergangenheit angehören.

Kathrin Salm

Kathrin Salm

Kathrin Salm ist Social-Media-Beauftragte und Redaktionsmitglied bei CONTXT. Wenn sie nicht gerade an Instagram Stories oder Landingpages bastelt, ist sie wahrscheinlich dabei, Nudeln mit Pesto zuzubereiten.

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