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Facebook Conversion-API einrichten (inkl. Plugins für WordPress & Co.)

Apple macht ernst: Nach der Ankündigung im September verschärft Apple den Datenschutz auf seiner Plattform. Das stellt neue Anforderungen an das Facebook-Tracking mit dem Pixel. Um weiterhin zuverlässig Conversions messen zu können, hat Facebook seine Conversion-API ordentlich aufgebohrt. Wir zeigen euch, wie das serverseitige Tracking von Facebook funktioniert und wie du es auf deiner Website einbindest.

Inhaltsverzeichnis

Apple vs. Facebook: Der Kampf der Giganten

Der Aufschrei war groß, als Apple im September letzten Jahres eine umfassende Reform der Privatsphäre-Einstellungen für iOS 14 ankündigte. Unter dem Motto „It’s about choice“ sollen App-Tracking-Frameworks nur noch Zugriff auf die Werbe-ID des Nutzers erhalten (und damit auf die eindeutige Möglichkeit zur Identifikation), wenn dies durch den Nutzer explizit freigegeben wird. Dies passiert über ein Pop-Up-Fenster, das sich über die App legt, die tracken möchte. Stimmt der Nutzer nicht zu, werden nur einige wenige Daten zum Conversion-Tracking übermittelt. Der Apple-eigene Browser Safari blockt bereits seit März 2020 standardmäßig Drittanbieter-Cookies – Firefox geht ähnlich rigide gegen unliebsame Werbecookies vor. Einzig Google Chrome unterstützt noch Drittanbieter-Cookies auf dem Markt. 

Könnten wir bald häufiger sehen: Für Conversion-Tracking erfordert iOS zukünftig eine Zustimmung des Nutzers.

Die Kampfansage von Apple für mehr Privatsphäre hat unmittelbare Auswirkungen auf Google und Facebook, deren Geschäftsmodell zu einem großen Teil auf der Gewinnung und Verarbeitung von Nutzerdaten basiert. Heißt es nun, dass wir uns von eindeutiger Erfolgsmessung von Werbekampagnen mittels Tracking-Pixel verabschieden müssen? Nicht ganz.

In Reaktion auf die Änderungen von Apple baut Facebook seine Conversion-API weiter aus. Durch die Conversion-API können Events serverseitig getrackt und über eine Schnittstelle an Facebook gesendet werden. Das Ganze passiert unabhängig von den Browserherstellern, da die Events nicht mehr nur lokal getrackt werden, sondern direkt auf dem Web-Server.

Voraussetzungen für den Einsatz der Conversion-API

Kommen wir zunächst zu den Voraussetzungen, die du für den Einsatz der Conversion-API erfüllen musst:

  • Das Facebook-Pixel muss korrekt auf der Website implementiert sein. Wichtig ist, dass die Conversion-API das Pixel nicht ersetzt, sondern nur ergänzt. Am besten funktionieren Facebook-Pixel & Conversion API im Zusammenspiel.
  • Um die Conversion-API einrichten zu können, musst du über einen Facebook Business Manger verfügen. Wie du diesen erstellst, erklären wir dir in unserem Onboarding-Video.
  • Du benötigst einen Zugriffsschlüssel für die Schnittstelle zu Facebook. Wie du diesen im Zuge der Einrichtung anlegst, erklären wir dir.

So funktioniert das serverseitige Event-Tracking

Durch die Conversion-API kannst du Conversions wie zum Beispiel das Abschicken eines Kontaktformulars oder den Abschluss einer Bestellung in deinem Online-Shop direkt auf deinem Web-Server tracken. Das bringt einige Vorteile mit sich:

  • Die Erfassung von Conversions funktioniert auch ohne die Erhebung von Drittanbieter-Cookies.
  • Die Erfassung von Conversions funktioniert trotz einer Blockade des Facebook Pixels (zum Beispiel mit einem Ad-Blocker).
  • Die Erfassung von Conversions funktioniert schneller, was sich positiv auf die Ladezeit deiner Website auswirken kann.
Mit der Conversion-API von Facebook werden auch Events an Facebook gesendet, wenn der Facebook Pixel blockiert wurde.

Die Daten werden weiterhin im Client erhoben und auf deinem Web-Server weiterverarbeitet – die Datenerhebung mit der API klappt jedoch auch, wenn das Facebook Pixel im Client blockiert werden sollte. Auf dem Server wird dann ein Tracking-Code ausgeführt, der die gesammelten Events an die eigentliche Facebook-API auf den Servern von Facebook sendet. Dort werden die Daten aus der API und die des Facebook-Pixels zusammengeführt – die Conversion-API ergänzt also das Tracking mittels Facebook Pixel. Du musst den Pixel zwingend eingerichtet haben, um die Conversion-API nutzen zu können.

Sollte Apple seinen Plan durchziehen und Pixel-Tracking tatsächlich nur noch nach Bestätigung des Nutzers erlauben, dürfte die Conversion-API von Facebook schlagartig an Relevanz gewinnen. Wir empfehlen unseren Kunden daher, schon jetzt Conversion-API und Facebook Pixel parallel einzusetzen, um entsprechend vorbereitet zu sein. Meistens muss in diesem Zuge auch der die Datenschutzvereinbarung auf der Website angepasst werden. Über die Conversion-API kannst du perspektivisch auch Kundeninteraktionen messen, die dein Pixel nicht erfassen kann wie zum Beispiel, wenn eine Bestellung aus deinem Online-Shop zurückgesendet wird. 

Über doppelt gezählte Events und Conversions musst du dir übrigens keine Gedanken machen. Wird ein Event sowohl durch den Pixel als auch durch die Conversion-API erkannt, so erkennt Facebook dies und legt beide Conversions in einer zusammen. Dies nennt man Deduplizierung von Facebook-Events.

Facebook Conversion-API installieren: 3 Möglichkeiten gibt es

Kommen wir nun zur Integration. Um die Conversion-API von Facebook auf deiner Website anzubinden, gibt es insgesamt 3 Möglichkeiten:

  • Über ein Plugin in deinem Content Management System oder Shopsystem (eine Liste findest du unten)
  • Über eine eigene Integration im Google Tag Manager (Serverseitig) – ggf. entstehen hier zusätzliche Server-Kosten
  • Über eine eigene Facebook-App, die direkt mit deinem Server verbunden ist – hier benötigst du definitiv einen Developer
Für verschiedene Plattformen sind bereits Plugins für die Facebook Conversion-API verfügbar.

Grundsätzlich ist die erste Option am einfachsten umzusetzen. Wenn für dein System kein vorgestelltes Plugin verfügbar ist, solltest du auf den Google Tag Manger (Serverseitig) zurückgreifen. Die dritte Variante funktioniert über eine eigene Facebook-App, die durch einen Entwickler programmiert und bei Facebook zur Überprüfung eingereicht werden muss. Hierbei hast du die meisten Möglichkeiten und kannst individuelle Anweisungen an die Conversion-API von Facebook senden – ein Entwicklungspartner für Facebook-Apps ist jedoch Voraussetzung.

Schauen wir uns nun also die Integration über ein Plugin an. Für einige Website-Systeme sind bereits entsprechende Plugins für die Facebook Conversion-API verfügbar.

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Facebook Conversion-API bei WordPress einrichten

Die Conversion-API lässt sich bei WordPress über das Plugin „Facebook for WordPress“ einrichten. Das Plugin stammt direkt von Facebook.  Um die Einrichtung zu starten, klickst du im Business Manager unter “Unternehmenseinstellungen” auf deinen Facebook Pixel. Im Anschluss wählst du den Button “Im Events-Manager öffnen”.

Wenn du deinen Facebook Pixel aufrufst, wird dir die Einrichtung der Conversion-API bereits vorgeschlagen.

Im Anschluss wählst du den Punkt “Einstellungen”, um zu den Einstellungen zur Conversion-API zu kommen. Vor der Umbenennung hieß dieser Punkt noch “Server-side Events”.

Nun hast du die Wahl, die manuelle Integration über einen Entwickler anzustoßen oder eine Partnerintegration zu nutzen. Da wir das WordPress-Plugin von Facebook nutzen wollen, wählen wir “Partner auswählen” und anschließend “WordPress”.

Die Einrichtung des WordPress-Plugins sollte ziemlich selbsterklärend sein. Wir gehen die einzelnen Schritte trotzdem noch einmal der Reihe nach durch:

Um die Verbindung zwischen deinem Web-Server und der API zu ermöglichen, muss das WordPress-Plugin installiert und eingerichtet werden.

 

  1. Im ersten Schritt wählst du die Features, die du mit dem Plugin nutzen möchtest. Der “Erweiterte Abgleich” der Pixel-Daten sollte in Deutschland aus Compliance-Gründen nicht genutzt werden. Einen Haken setzt du beiConversion-API nutzen”.
  2. Über den Klick auf “Zugriffsschlüssel erstellen” wird ein individueller Schlüssel für die Conversion-API erstellt.

    Wichtig: Facebook speichert den API-Schlüssel nicht im Business Manager, speichere den Schlüssel unbedingt an einem sicheren Ort ab. Auf gar keinen Fall solltest du API-Schlüssel jemals an andere Personen weitergeben.
  3. Im nächsten Schritt kannst du das WordPress-Plugin für die Facebook-API herunterladen, indem du auf „Herunterladen klickst“. Du erhältst eine ZIP-Datei mit dem Plugin.
  4. Nun geht es im Admininterface von WordPress weiter. Unter “Plugins” -> “Installieren” -> “Plugin hochladen” kannst du das Facebook-Plugin installieren.
  5. Nach Abschluss der Installation klickst du auf “Plugin aktivieren”. In der Regel sollte dir WordPress daraufhin unter “Plugins” bereits ein Update des Plugins anbieten. Hier wählst du “Jetzt aktualisieren”. Sollte das automatische Update nicht funktionieren, kontaktiere deinen Webhosting-Anbieter. Aus Sicherheitsgründen solltest du deine Plugins immer aktuell halten.

Daraufhin musst du dich mit deinem Facebook-Konto anmelden. Klicke unter “Plugins”  bei “Facebook for WordPress” auf die Einstellungen, um den Setup zu starten. Achte hierbei darauf, dass du dich mit dem Benutzerkonto anmeldest, welches du auch für deinen Business Manager verwendest. Danach musst du den Business Manager, das Werbekonto und den Facebook-Pixel auswählen, mit welchem du die Conversion-API benutzen möchtest. Den “Erweiterten Abgleich” solltest du wie bereits beschrieben in Deutschland lieber deaktivieren.

Nachdem die Verbindung zu Facebook hergestellt wurde, sollte die Information in WordPress wie folgt aussehen.

Sobald die Verbindung deiner Website zu Facebook besteht, wird dir eine Bestätigung in WordPress angezeigt.

Die Conversion-API von Facebook ist nun mit WordPress verknüpft. Zum Abschluss kannst du mit dem Button “Events testen im Events Manager” prüfen, ob die Events vom Facebook Pixel korrekt bei Facebook ankommen. Neue Events können über den Events Manager angelegt werden. Sollte bei deinem Pixel noch nicht “Aktiv” stehen, rufe deine Website auf und schaue nach einigen Minuten noch einmal im Events Manager nach. Sollten immer noch keine Events auftauchen, kannst du mit der Browser-Erweiterung Facebook Pixel Helper prüfen, ob die Integration geklappt hat.

Achtung: Bitte beachte, dass das Plugin von Facebook gleichsam auch den Facebook Pixel integriert. Solltest du den Facebook Pixel vorher bereits in deiner WordPress-Seite integriert haben, kannst du die alte Integration nun entfernen, um die doppelte Erhebung von Events zu vermeiden.

Facebook Conversion-API bei Shopify einrichten

Das Shopsystem Shopify hat die Conversion-API von Facebook bereits von Haus aus integriert. Um die Conversion-API mit Shopify nutzen zu können, gehst du wie folgt vor:

  • Im Interface von Shopify wählst du bei den Channels den Kanal „Facebook“ aus
  • Solltest du dies noch nicht getan haben, musst du im nächsten Schritt deinen Facebook-Account mit Shopify verknüpfen. Wähle auch hier dein Konto mit Adminrechten in deinem Business Manager.
  • Nachdem dein Facebook Pixel verknüpft wurde, kannst du in der linken Seite unter „Data Sharing Settings“ die Tracking-Einstellungen vornehmen. Um die Conversion-API zu nutzen, musst du hier den Reiter „Maximum“ auswählen.
Bevor zu die Maximal-Einstellung in Shopify wählst, solltest du deine Datenschutzbestimmungen prüfen.

Obacht, Datenschutz!: Diese Einstellung hat Einfluss darauf, welche Daten von deinem Shopify-Shop ohne die Freigabe durch den Nutzer an Facebook gesendet werden. Stelle daher sicher, dass du deine Nutzer im Rahmen deiner Datenschutzvereinbarung und deines Cookie-Banners darauf hinweist, welche Daten übertragen werden. Hierzu musst du ggf. Rücksprache mit deinem Ansprechpartner für rechtliche Fragen halten. 

Facebook Conversion-API bei Magento einrichten

Für das Shopsystem Magento sind unterschiedliche Drittanbieter-Plugins für die Facebook Conversion-API verfügbar. Die Plugins müssen bei dir im Magento-Shop installiert und manuell konfiguriert werden. Die Anweisungen zur Integration findest du bei den jeweiligen Plugin-Anbietern.

Alternativ kannst du die Integration auch über den Google Tag Manager oder über das Automatisierungs-Tool „Zapier“ durchführen. Eine Anleitung zur Integration über Zapier findest du auf der Website des Anbieters. Auf die Integration mittels des Google Tag Managers (Serverseitig) kommen wir weiter unten zu sprechen. Bei Fragen helfen wir dir natürlich weiter.

Facebook Conversion-API bei WooCommerce einrichten

Das beliebte Shopsystem WooCommerce gliedert sich nahtlos in deine WordPress-Installation ein. Um die Conversion-API mit WooCommerce zu nutzen, kannst du auf das offizielle Plugin „Facebook for WooCommerce“ zurückgreifen. Die Einrichtung funktioniert analog zu der Einrichtung des WordPress-Plugins, die weiter oben erklärt ist. Nachdem du über “Über Partnerintegration einrichten” den Assistenten gestartet hast, wählst du “WooCommerce” aus und folgst den Anweisungen im Facebook Business Manager. Alternativ kannst du die Conversion-API auch mit dem Drittanbieter-Plugin PixelYourSite Pro in WooComerce einbinden, hier sind bereits mehr Datenschutz-Optionen für den deutschen Markt verfügbar.

Facebook Conversion-API mit dem Google Tag Manager (Serverseitig) einrichten

Solltest du nicht über eines der erwähnten Website-Systeme verfügen, kannst du die Conversion-API von Facebook dennoch nutzen. Jedoch muss die Integration dann manuell über den Google Tag Manager (Serverseitig) oder eine eigene Facebook-App erfolgen.

Da die Events direkt von deinem Web-Server an die Server von Facebook geschickt werden, muss du einen serverseitigen Tag Management-Container einrichten. Das ist leider nicht ganz so trivial wie die Einrichtung von Client-seitigen Containern im Google Tag Manager. Der Benutzer “simoahava” hat jedoch bereits Vorlagen für den Einsatz der Conversion-API im Google Tag Manager (Serverseitig) erstellt. Die Vorlagen kannst du auf Github herunterladen. Mit der Server-Variante des Google Tag Managers lässt sich die CAPI nämlich in jedes System einbinden. 

Zur Einrichtung der Facebook Conversion-API mit dem Google Tag Manager benötigst du ein wenig technisches Verständnis, wie Server-seitiges Tracking funktioniert. Außerdem sind Vorerfahrungen in Google Analytics 4 und im Google Tag Manager von Vorteil. Falls du dir die Integration selbst nicht zutrauen solltest, kontaktiere einen Agentur-Partner, um die Integration auszulagern.

Legen wir los: Als erstes solltest du prüfen, ob du über alle notwendigen Berechtigungen verfügst:

  • “Administrator”-Rechte in deiner Google Analytics 4 Property
  • Administrator-Rechte im Facebook Business Manager und Zugriffe auf deinen Facebook Pixel und dein Werbekonto. “Pixel verwalten”-Rechte reichen nicht aus.
  • “Veröffentlichen”-Rechte im Google Tag Manager-Container deiner Website.
  • “Administrator”-Rechte im Google Tag Manager-Konto deines Unternehmens

Sollten dir hier Rechte fehlen, wende dich an deinen Administrator. Ohne alle genannten Zugriffsrechte kannst du nicht fortfahren!

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Schritt 1: Google Tag Manager (Server-side) erstellen

Der Google Tag Manager ist eines der beliebtesten Online-Marketing-Instrumente. Kein Wunder: Mit dem GTM lassen sich einfach und komfortabel Tracking-Codes und Events auf einer Website verwalten – und das Ganze ohne eine Zeile Code auf der Seite ändern zu müssen.

Was viele nicht wissen: Den Google Tag Manager gibt es nicht nur als Client-Version, sondern auch als Server-Variante. Der entscheidende Unterschied dabei ist, dass der Tag Manager nicht lokal bei dir im Browser ausgeführt wird, sondern auf einem sogenannten Tracking-Web-Server. Für die Verwendung der Facebook Conversion-API müssen wir nun einen neuen Tracking-Server für dein Unternehmen anlegen. 

Wechsle dafür in die Kontoverwaltung deines Google Tag Managers, indem du auf das Schrauben-Symbol im Tag Manager klickst. 

 

Im Einstellungsmenü wählst du nun unter dem Reiter “Konto” das “+”-Symbol aus, um einen neuen Container hinzuzufügen. Bei der Zielplattform gibst du nun “Server” an, weil wir einen neuen Server-Container erstellen möchten.

Gib dem Container einen passenden Namen und drücke auf “Erstellen”, um den Tracking-Server anzulegen. Anschließend musst du noch die Nutzungsbestimmungen des Tools bestätigen.

Wichtig: In der Grundversion ist der Google Tag Manager (Server-side) kostenlos. Allerdings ist diese nur für Entwickler und private Websites gedacht. Sobald deine Website ordentlich Traffic generiert (was wir für dich hoffen), musst du eine Management-Gebühr an Google bezahlen. Die Preise für den Google Tag Manager (Server-side) kannst du hier einsehen.

Im folgenden Dialog-Feld fragt dich der Assistent nun, ob du einen automatisch bereitgestellten Server von Google verwenden möchtest oder ob du einen eigenen Tracking-Server betreibst. Wir wählen hier die erste Option aus und drücken auf “Bereitstellen lassen”.

Als letztes musst du nun noch ein Rechnungskonto bei Google anlegen, damit bei einer entsprechend aktiven Nutzung Google die Serverkosten abrechnen kann. Du musst auf jeden Fall ein Konto angeben, auch wenn du dich im “Fair Use”-Kontingent vom Google Tag Manager bewegst. 

Nachdem dein Server-Container erstellt wurde, werden dir die Zugangsdaten zum Server angezeigt. Diese Zugangsdaten solltest du nun sicher abspeichern, wir brauchen sie im Verlauf der Einrichtung.

Schritt 2: Google Analytics 4 für Anbindung vorbereiten

Die Einrichtung im Google Tag Manager (Server-side) haben wir nun abgeschlossen. Weiter geht es in Google Analytics 4. Du benötigst eine aktive Integration von Google Analytics 4 auf deiner Website, um die Facebook Conversion-API mittels Google Tag Manager einrichten zu können.

Wie du Google Analytics 4 auf deiner Website am besten einbaust, erfährst du in einem unserer Blogartikel. Da die Facebook Conversion-API viele Events durch Google Analytics 4 jagt, werden diese zukünftig dann auch in deinen Google Analytics 4-Reportings auftauchen. Solltest du dies nicht wünschen, musst du für die Integration der Facebook Conversion-API eine eigene Property in Google Analytics 4 anlegen und diese auf deiner Website integrieren.

Prüfe in den Einstellungen deiner Google Analytics 4-Property, ob die “Optimierte Analysen” aktiviert sind. Diese solltest du aktiviert haben, damit möglichst viele Events von Google Analytics automatisch erhoben werden. Das geht unter Verwaltung (Schrauben-Symbol unten links) -> Datenstreams -> Datenstream auswählen.

Wichtig: Sollte es noch kein Google Analytics 4 auf deiner Website geben, kannst du nicht fortfahren. Die Facebook Conversion-API ist nicht mit Google Universal Analytics kompatibel. Gerne kannst du unser attraktives Umstiegs-Angebot auf Google Analytics 4 in Anspruch nehmen, damit wir die neueste Version von Google Analytics bei dir einrichten.

Schritt 3: Facebook Pixel vorbereiten

An der Google-Front wären wir nun startklar: Weiter geht es im Facebook Business Manager. Hier müssen wir die Facebook Conversion-API nun für unseren Pixel aktivieren. Dazu wählen wir Datenquellen -> Pixel aus und öffnen unseren Pixel im Events Manager.

Unter “Einstellungen” im Events Manager finden sich nun die Einstellungen zur Conversion-API. Hier wählen wir den Menüpunkt “Über Partnerintegration einrichten”. Du musst Administrator im Business Manager sein, um die Facebook Conversion-API einrichten zu können.

Bei der nun erscheinenden Liste an Integrations-Partnern wählen wir den “Google Tag Manager (Server-seitig)” aus und starten den Facebook-Assistenten.

Schritt 4: Tracking-Codes mittels Facebook-Assistent veröffentlichen

Die Integration der CAPI mit dem Facebook-Assistenten dauert etwa 30 Minuten. Du solltest dir also etwas Zeit nehmen, da der Fortschritt nicht zwischengespeichert wird.

Im Assistenten muss im ersten Schritt der Google-Account ausgewählt werden, mit dem wir die ersten Schritte im Google Tag Manager durchgeführt haben. Dies muss also das Administrator-Konto in deinem Google Tag Manger sein.

Nun werden die verknüpften Google Tag Manager-Konten angezeigt. Hier sollte bereits deine Website auftauchen. Klicke nun auf “Weiter”, um den richtigen Container auswählen zu können.

Der Facebook-Assistent bietet dir in diesem Schritt nun an, einen neuen Tag Manager Container für den Browser und für den Server zu erstellen. Da wir diese Schritte bereits durchgeführt haben, kannst du dies hier überspringen. Klicke dazu auf “Weiter”. (Es gibt kein Button zum Überspringen, einfach “Weiter” klicken!)

Im nächsten Screen müssen wir nun den richtigen Facebook-Pixel und den dazugehörigen Google Tag Manager-Container auswählen. Wähle zunächst deinen Facebook-Pixel aus.

Anschließend wählst du in dem Drop-Down-Menü den Browser-Container deiner Website und den Server-Container aus, den wir in Schritt 1 angelegt haben. Sollte dein Container hier nicht auftauchen, prüfe die Zugriffsrechte im Google Tag Manager. Du benötigst “Administrator”-Berechtigungen in beiden Containern.

Jetzt sind alle Einstellungen getätigt und wir können die Tracking-Codes beinahe veröffentlichen. Im letzten Schritt müssen wir nun noch die Mess-ID von deiner Google Analytics-Installation sowie die Server-URL deines Tracking-Servers angeben. Die Tracking-URL findest du in den Zugangsdaten aus dem Google Tag Manager (Server-side), die du dir im ersten Schritt dieser Anleitung abgespeichert hast.

Die Mess-ID für Google Analytics findest du in deinem Google Analytics-Dashboard unter Verwaltung (unten links Schrauben-Symbol) -> Datenstreams -> Datenstream auswählen. Die Mess-IDs von Google Analytics 4 fangen immer mit einem “G-” an und es folgt eine Abfolge von Ziffern und Buchstaben. Diese Informationen müssen wir nun im Facebook-Assistenten eintragen.

Zu guter Letzt musst du nun noch einen Trigger auswählen, der angibt, wann du Events an die Conversion-API senden möchtest. Hier macht es Sinn, erst einmal einen neuen generischen Trigger auszuwählen. Diesen kannst du dann im weiteren Verlauf individuell anpassen.

Damit sind alle Konfigurationen vorgenommen. Mit einem Klick auf “Veröffentlichen” werden die Tracking-Codes sowohl im Server- als auch im Browser-Container veröffentlicht und die CAPI aktiviert.

Wichtig: Der Assistent zur Einrichtung der Facebook Conversion-API installiert einen neuen Facebook Pixel auf deiner Website – auch, wenn du bereits einen Facebook-Pixel auf der Seite hast. Es ist daher unbedingt notwendig, dass du die Tracking-Codes im weiteren Verlauf anpasst.

Schritt 5: Tracking-Codes individuell anpassen

Nachdem die Tracking-Codes veröffentlicht wurden, müssen diese individuell auf deine Website angepasst werden. Am besten markierst du zunächst alle neuen Facebook CAPI-Tags in deinem Google Tag Manager Container und stellst diese auf “Pausiert”. Anschließend speicherst du deine Änderungen mit einem Klick auf “Veröffentlichen”. Nun ist die CAPI pausiert und man kann in Ruhe die Tracking-Codes anpassen.

Da die Anpassung individuell für jede Website erfolgt, können wir hier keine allgemeine Anleitung liefern. Generell solltest du bei der Anpassung auf die nachfolgenden Punkte achten:

  • Der Facebook-Assistent zur Einrichtung ignoriert jegliche Datenschutzeinstellungen deiner Website. Die Tracking-Codes der CAPI sollten nur gefeuert werden, wenn der Nutzer dies durch die Freigabe von Marketing-Cookies bestätigt. Ansonsten hast du ein Datenschutzproblem.
  • Der Tracking-Code versucht standardmäßig, jedes Event in Google Analytics 4 auch in der Facebook-CAPI zu tracken. Das ist nicht unbedingt sinnvoll, da du sicherlich nicht mit jedem GA4-Event auf Facebook arbeitest. Wähle hier die für deine Website relevanten Events aus und übertrage sie an die CAPI. Das können je nach Geschäftsmodell Käufe, Leads, Websiteaufrufe oder Anrufe sein.
  • Wenn für eine Nutzerinteraktion sowohl ein Pixel- als auch ein CAPI-Event erkannt wird, versucht Facebook diese Events zu deduplizieren. Auf diese Weise soll verhindert werden, dass Events durch die Integration der Facebook CAPI doppelt gezählt werden. Die Deduplizierung kannst du einrichten, indem du jedem Event eine individuelle Event-ID vergibst. Stimmen diese IDs in Server und Browser überein, greift die Deduplizierung automatisch. Dann wird nur das Pixel-Event gezählt.

Bei Fragen und Problemen zur Anpassung stehen dir unsere Facebook Ads-Experten gerne zur Verfügung. Schreib uns einfach an.

Schritt 6: Integration im Debug-View testen

Wenn alles eingerichtet ist, können wir dich an dieser Stelle beglückwünschen: Du hast die Facebook Conversion-API erfolgreich mit dem Google Tag Manager eingerichtet. In Zeiten, in denen Apple und Co. die Datenerhebung immer weiter einschränken, bist du nun gut gewappnet!

Welche Informationen in der CAPI ankommen und wie diese verarbeitet werden, kannst du im Debug-View des Event Managers testen.

Wähle dazu dein Facebook-Pixel im Business Manager aus und klicke auf “Events testen”. Dort kannst du nun den Link zu deiner Website angeben und Events auslösen. Die Ergebnisse werden dir nun im Events Manager angezeigt. Wenn du auf der Website also zum Beispiel dein Kontaktformular abschickst, sollte das Lead-Event im Events Manager auftauchen. Genauso verhält es sich mit z.B. AddToCart oder Purchase. Die Events, die über die CAPI reinkommen, findest du im Reiter “Server”.

Es sollte bei dir dann in etwa so aussehen:

Hinweis: Werden Events in deinem Debug-Fenster doppelt angezeigt, kann es sein, dass die Deduplizierung der Events bei dir noch nicht greift. Hierzu muss jedes Event über eine individuelle Event-ID verfügen. Gerne helfen wir dir bei der Einrichtung der Deduplizierung.

Facebook Conversion-API und der Datenschutz

Je nachdem, welche Cookie-Management-Software du bei dir auf der Website benutzt, musst du die Verbindung zu Facebook nun noch daran anpassen. Wichtig ist, dass du darauf achtest, dass die Verbindung zu Facebook erst nach der Bestätigung deines Cookie-Banners auf der Website hergestellt wird. Da mit der Conversion-API Marketingzwecke verfolgt werden, darfst du diese erst zulassen, wenn die Cookie-Kategorie „Marketing-Cookies“ akzeptiert wird. 

Die Einrichtung unterscheidet sich hierbei je nach Cookie-Management-Software wie z.B. Cookiebot, Usercentrics oder CookieFirst. Schau auf der Website deines Anbieters vorbei, um dich über die korrekte Implementation des Facebook Pixels zu informieren. Außerdem ist es zwingend erforderlich, dass du den Facebook Pixel und die Facebook Conversion-API in deine Datenschutzbestimmungen mitaufnimmst. Bei Fragen zur technischen Realisation stehen wir dir gerne zur Verfügung.

Facebook Conversion-API einrichten lassen

Die Einrichtung der Facebook Conversion-API ist nicht ganz trivial – wird durch den zunehmenden Druck von Anbietern wie Apple oder Google aber immer wichtiger. Ich hoffe, wir konnten dir einen Überblick über die notwendigen Schritte zur Einrichtung geben. Falls du keine Zeit oder Ressourcen für die Einrichtung hast, kannst du unseren Einrichtungs-Service in Anspruch nehmen. Wir übernehmen dann die komplette Einrichtung der Facebook Conversion-API auf deiner Website oder deinem Online-Shop. Die Kosten unterscheiden sich je nach Shop-System und Setup, spielen sich meistens aber im Bereich von 1-2 Tagessätzen ab.

Vielen Dank, dass du dir unseren Leitfaden für die Einrichtung der Facebook Conversion-API durchgelesen hast. Wir wünschen viel Erfolg mit dem Einsatz der Facebook Conversion-API!

Tobias Lübke
Tobias Lübke

Als Google-Ads-Professional verantwortet Tobias den Bereich Search Engine Marketing der Agentur. Wenn er gerade nicht auf der Suche nach dem perfekten Ranking ist, optimiert er Conversion- und Analytics-Prozesse beim Kunden.

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