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TGIF #26 – Facebook baut Remarketing ab

Das lange Osterwochenende steht bevor und wir haben drei besondere Überraschungen für euch versteckt: Den neuen Google Ads Editor, Musk möchte Twitter übernehmen und Facebook verwischt die Grenzen zwischen Remarketing und Neukundenakquise.

Bye bye, Remarketing auf Facebook?

Meta kürzt die Zielgruppenoptionen weiter zusammen und entfernt zum 15. Juni 2022 das Targeting nach Verbindungen (Connection Targeting). Mit dem Connection Targeting konnten bislang Personen der Zielgruppe zugeordnet werden, die über eine Facebook-Seite, eine App oder eine Veranstaltung eine Verbindung zum eigenen Unternehmen hatten. Dies wurde zum Beispiel dazu genutzt, um die eigenen Facebook-Fans von Werbekampagnen auszuschließen. 

Zudem beobachten wir in einigen Accounts einen Testballon von Facebook, bei dem bei unseren reinen Remarketing Zielgruppen (Custom Audiences) nun auch der Hinweis steht, dass neue Personen ebenfalls erreicht werden. 

Mehr Infos zum Thema findet ihr im Blog von Thomas Hutter.

Wir findenFacebook kürzt die Möglichkeiten zur granularen Zielgruppenerstellung weiter zusammen. Es gilt die Devise: Nicht der Werbetreibende soll exakt über sein Targeting entscheiden können, sondern der Algorithmus. Wir vermuten: Da immer weniger Daten zur Verfügung stehen (auch im Zuge von iOS 14.5), versucht Facebook nun größer angelegte Zielgruppen-Einstellungen zu forcieren. Ob die Remarketing Performance dabei vergleichbar bleiben wird – das steht auf einem anderen Blatt. Wir bleiben am Ball!

Elon Musk möchte Twitter kaufen

Ganz frisch kam heute (Freitag) noch die News rein, dass Elon Musk plant, die Social-Media-Plattform Twitter zu übernehmen. Das geht aus Dokumenten der US-Börsenaufsicht hervor. Insgesamt 41,4 Milliarden Dollar bietet Musk den Aktionären der Zwitscher-Plattform mit dem blauen Vogel an. Im Gegenzug sollen diese alle Anteile an Musk abtreten. Nach eigenen Angaben möchte Musk die Plattform von der Börse nehmen. Der Aktienkurs schnellte am Freitag direkt hoch bis auf 47,46 EUR. 

Wir finden: Die Nachricht schlug am Freitag ein wie eine Bombe – auf Twitter selbst war die Diskussion natürlich am größten. Wenn der Deal durch geht, dürfte es der teuerste Kauf einer Social-Media-Plattform ever werden. Facebook sicherte sich 2014 das Schnäppchen WhatsApp für gerade einmal 19 Milliarden. Vor einigen Jahren griff Microsoft nach LinkedIn für die damalige Rekordsumme von 26 Milliarden Euro.

Ob der Plan von Elon Musk indes aufgeht, ist nicht gesichert. Dafür müssen alle Großaktionäre und die nationalen Wettbewerbshüter der Transaktion erst zustimmen. Es wäre nicht das erste Mal, dass Musk nach einer Ankündigung Stress mit der Börsenaufsicht bekommt. 

Google baut Ads Editor um

Google hat eine neue Version des Google Ads Editors veröffentlicht. Dabei handelt es sich um eine Standalone-App zur Verwaltung von Google-Kampagnen. Die unter der Versionsnummer “2.0” laufende App kann neuerdings auch Performance Max-Kampagnen  verwalten. Außerdem lassen sich Conversion-Ziele ab sofort direkt in der App festlegen und es gibt Asset Reporting. Mittels Asset Reporting kann die Performance von einzelnen Anzeigentiteln und -texten analysiert werden.

Quelle: Google Ads Support

Wir finden: Der Google Ads Editor ist lange Zeit eher stiefmütterlich vom Suchmaschinenriesen behandelt worden. Die Web-App von Google Ads hat deutlich mehr Entwicklerliebe erfahren. Vor dem Hintergrund ist es toll zu sehen, dass auch hier die neuen Features von Google Ads Einzug halten. Gerne häufiger!

Wir wünschen euch allen ein schönes Wochenende und entspannte Ostern! Bis nächste Woche. 👋  #TGIF

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