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TGIF #27 – Twitter kündigt Giftpille gegen Elon Musk an

Diese Woche gibt es viel von Twitter zu berichten: Der Kurznachrichtendienst schlägt gegen die Kaufabsichten von Elon Musk zurück und fügt eine lang ersehnte Funktion hinzu. Aber auch bei Google tut sich etwas – diesmal im Bereich Conversions. Los geht’s mit den News zum Wochenende.

Twitter Management vs. Elon Musk

Nur einen Tag nach dem Kaufangebot von rund 43 Milliarden Dollar seitens Elon Musks hat Twitter eine sogenannte „Giftpille“ angekündigt, die eine Akquisition des Unternehmens erheblich erschweren würde. Das Management der Plattform zeigt sich damit entschlossen, dem Übernahmeversuch des Tesla-Chefs entgegenzuwirken.

Der Plan sieht folgendermaßen aus: Sollte Musk, momentan größter Anteilseigner mit 9,2 Prozent, die Schwelle von 15 Prozent überschreiten, sollen alle anderen Aktionäre außer ihm die Möglichkeit erhalten, zusätzliche Aktien zu erwerben. Der Clou dabei ist, dass das Unternehmen mit dem blauen Vogel dabei einen “starken Preisnachlass” bieten möchte. Mit der Ausgabe der neuen Aktien würde Musks Anteil verwässert werden. 

Mehr Infos zum Thema Giftpille findet ihr bei bei FAZ.net.

Wir finden: Das Vorgehen des Managements dürfte es für Musk deutlich schwieriger machen, eine qualifizierte Mehrheitsbeteiligung vom Social-Media-Dienst aufzubauen – in jedem Falle deutlich teurer. Viele der großen Finanzinvestoren, die jeweils einstellige Prozente an Twitter halten, haben zurückhaltend auf das Übernahmeangebot reagiert. Die Ansage von Musk, dass es sich bei seinem Angebot um seinen letzten und finalen Preis handelt, hat für Verwunderung gesorgt. Wir denken: Die Übernahmepläne des ambitionierten Tesla-Gründers aus Texas sind erst einmal vom Tisch.

Twitter fügt Edit Button hinzu – mit einem Haken

Twitter hat auf der eigenen Plattform bestätigt, dass an der Funktion eines Edit Buttons gearbeitet wird. Damit wäre es möglich, bereits gepostete Tweets nachträglich zu bearbeiten. Laut Twitter werden nun erste Tests mit dem Button durchgeführt – allerdings nur im Rahmen von Twitter Blue – dem Bezahlmodell des Unternehmens aus San Francisco. Twitter Blue wirbt mit vielen exklusiven Features für 3 Dollar im Monat. Allerdings ist der Dienst bislang nur in den USA, Kanada, Australien und Neuseeland verfügbar.

Wir meinen: Die Diskussion über das Für und Wider eines Bearbeiten-Buttons ist so alt wie das Netzwerk selbst. Dass die Funktion zunächst bei Twitter Blue getestet werden soll, könnte darauf hindeuten, dass sie auch nach der Einführung nur im Bezahlbereich verfügbar sein wird. Dort gibt es bereits die Funktion “Undo Tweet”, mit der User kürzlich abgeschickte Tweets zurückrufen können.

Google baut erweiterte Conversions aus

Google schraubt weiter an seiner Funktion der “Erweiterten Conversions”. Dabei werden Informationen zu einer Bestellung wie die E-Mail-Adresse des Nutzers und die Adresse verschlüsselt an Google gesendet und mit Google-Daten gematched. Dies ermöglicht eine genauere Erfassung von Conversions unabhängig vom Kanal. Außerdem läuft eine Art  “Plausibilitäts-Check” der eingehender Bestellungen durch den Abgleich von Google-Daten, um fehlerhafte Bestellungen herauszufiltern.

Bislang war es möglich, die eigenen Nutzerdaten über die Datenschutzvariablen im Google Tag Manager an Google zu senden oder über Code-Anpassungen auf der Website. Nun rollt Google offensichtlich die Option “Automatische Erfassung” bei immer mehr Werbetreibenden aus. Mit dieser Option sollen die Informationen automatisch aus dem verwendeten Shopsystem ausgelesen werden.

Wir finden: Wir konnten die Option “Automatische Erfassung” bislang in keinem GTM-Konto testen. Generell ist es aber zu begrüßen, dass sich Google mit den erweiterten Conversions versucht, weiter unabhängig von Marketing-Cookies zu machen. Da hierbei auf eigene Nutzerdaten zurückgegriffen wird, sind zur Zuordnung keine Marketing Cookies mehr notwendig. Die Daten werden übrigens nur als verschlüsselte Hashes an Google geschickt und dort mit anderen Hashes (die der Google-Daten) verglichen. Google gibt an, die Daten eurer Nutzer mit denselben Mechanismen zu schützen, wie sie auf ihre eigenen Daten Acht geben.

Habt ein schönes Wochenende! 👋  #TGIF

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