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OMR23: Unser Messerückblick

Es ist Mai, die Bahn überfüllt mit Marketing-Menschen und die OMR steht an! Nach den zwei Messetagen zeigt unser Schrittzähler stolze 40 km an. Wir haben viel fritz-kola getrunken und nette Menschen (wieder)getroffen – aber natürlich auch einige Talks besucht. Insights zu unseren Favorite-Masterclasses geben wir dir im Artikel. Also: Rein in unseren Messerückblick 2023!

Inhaltsverzeichnis

CONTXT auf der #OMR23

Wie gewohnt, waren auch dieses Jahr viele bekannte Creators und Influencer vertreten. Natürlich haben wir es uns nicht nehmen lassen, bei großen Namen wie MontanaBlack, Eligella oder Luisa Neubauer vorbeizuschauen. Auch die ein oder andere Masterclass stand auf dem Programm, von denen wir euch gerne berichten.

Performance-Max bei Facebook & TikTok Ads: Next Generation Conversion-Tracking für exzellente Datenqualität und Attribution

Die Einführung von iOS 14 und Ad-Blockern hat Online-Shop-Treibende vor so manche Herausforderungen gestellt. Schnell wurde klar, wie wichtig ein funktionierendes und vollständiges Tracking – besonders im Bereich des E-Commerce – ist. Ohne eine vollständige Datengrundlage können die verschiedenen Conversion-Events nicht korrekt und zuverlässig getrackt werden. Weniger Events bedeuten auch eine schlechtere Ads-Optimierung. Der Algorithmus braucht so viele Daten wie möglich, um die Zielgruppe besser einschätzen zu können und Muster erkennen zu können. Wir halten also fest – mit unvollständigen Daten hat man …

weniger Insights über Events im Business Manager 

… eine geringere Ads-Performance wegen mangelnder Events

Durch die Einbindung von Codes (z.B. Facebook Pixel) oder das Zwischenschalten eines Servers (z.B. Facebook Conversion API) können zwar mehr Daten erhoben werden, aber die durchgehende Datenerfassung kann nicht mehr gewährleistet werden. In der Masterclass “Performance-Max bei Facebook & TikTok Ads” wurde thematisiert, dass es mittlerweile auch KI-Lösungen gibt, welche trotz der beschriebenen Herausforderungen ein funktionierendes Tracking ermöglichen und eine korrekte Attribution der Daten der Zielgruppe gewährleisten. 

 

Wie können Unternehmen Haltung zeigen und bewahren, fritz-kola?

Diese Frage hat fritz-kola in seiner Masterclass auf dem OMR-Festival beantwortet. Die Marke ist für ihre Pfadfinder-Mentalität bekannt: „Die Welt ein bisschen besser verlassen, als man sie vorgefunden hat“. In vergangenen, polarisierenden Kampagnen hat fritz-kola schon öfter bewiesen, dass sie nicht davor zurückschrecken, ihre Werte laut zu kommunizieren: Toleranz, Umweltschutz und Obdachlosenhilfe.

Das Ziel der Marke fritz-kola ist demnach nicht nur, möglichst viel ihres süßen Getränks an den Mann (oder die Frau) zu bringen, sondern auch gesellschaftliche Veränderung anzustoßen und politische Meinung zu zeigen. Die Frage lautet: Was können Unternehmen allgemein tun, um Haltung zu zeigen?

Diese Lektionen haben uns Gründer Mirco Wolf Wiegert und Marketing Direktorin Silke Grell mitgegeben:

  • Haltungskommunikation anstoßen: Im Unternehmen braucht es Personen, die sich aktiv der Mission widmen, das Thema Haltungskommunikation langfristig zu verfolgen.
  • Vorausschauend denken: Welche Themen werden zurzeit heiß diskutiert? Was kommt in Zukunft auf uns und die Gesellschaft zu? Wo kann das Unternehmen in seiner Kommunikation anknüpfen? Um diese Fragen zu beantworten, bedarf es einem ausgiebigen Monitoring- und Stakeholder-Management-Prozess.
  • „Der Fisch stinkt vom Kopf“: Um Haltung langfristig und konstant zu kommunizieren, brauchen nicht nur die Mitarbeitenden, sondern vor allem die Unternehmensführung die richtige Grundeinstellung und Motivation.
  • Welche Themen passen zum Unternehmen?: Authentizität ist das A und O! Es sollten nur Themen kommuniziert werden, hinter denen das Unternehmen und seine Mitarbeitenden wirklich stehen. Dabei hilft es, sich von Anfang an klarzumachen, was grundlegende Unternehmenswerte sind.
  • Wie viel können wir bewirken?: Nur noch kurz die Welt retten – das geht nicht von heute auf morgen und vor allem nicht alleine. Wenn jeder seinen Beitrag leistet, machen wir zusammen den Unterschied!

Lead Gen Superstars: Wie führende Marken Leadgenerierung auf Social Media und Google erobern

Amir Bohnenkamp war dieses Jahr auch am Start. Zusammen mit seinem Co-Founder hat er Heyflow gegründet. Ein Software-as-a-Service-Unternehmen, das ein Tool anbietet, mit dem Clickfunnels designt und erstellt werden können. Die Funnels funktionieren besonders mobil besonders gut, indem der Interessent oder die Interessentin mit wenigen Klicks zu dem gewünschten Ziel kommt. Wir setzen Heyflow zum Beispiel für Lead-Kampagnen von unseren Kunden ein und haben uns bei Amir einige Best-Practice-Tipps und Case Studies abgeholt, die wir euch gerne weitergeben möchten.

Number 1: Liefere ein klares Wertversprechen

Das Wertversprechen muss auf den ersten Blick ersichtlich sein – natürlich auf dem ersten Slide. Beispiel von einem Kundencase: “Wir finden den besten Job im medizinischen Bereich für dich!”.

Number 2: Überfordere deine User nicht

Clickfunnels werden primär mobil und viel unterwegs ausgefüllt. Überfordere deine User also nicht mit zu vielen Eingabemöglichkeiten (max. 4–5 Optionen pro Bildschirm) und frage die Menschen z.B. nach Zeitspannen und nicht nach exakten Baudaten von Gebäuden, da diese Informationen mittwochnachmittags in der U-Bahn nicht vorliegen, wenn dein Funnel ausgefüllt wird.

Number 3: Frage nach den Infos, die du brauchst und nicht nach denen, die du willst

Dein Clickfunnel sollte so kurz wie möglich und so umfangreich wie nötig sein. Frage nicht nach Informationen, die du nicht unbedingt zur Erbringung deiner Dienstleistung benötigst. Ist dein Produkt beratungsintensiv, schiebe die umfangreicheren Auskünfte deiner User lieber auf ein kostenloses Beratungsgespräch und nicht in den Clickfunnel.

Number 4: Werde persönlich

In den allermeisten Funnels wird der Name der ausfüllenden Person eingetragen. Sobald du diese Information hast, greife den Namen in den nächsten Bildschirmen wieder auf und sprich deinen User ganz persönlich an. Auch das erhöht nachweislich die Abschlussrate deiner Formulare.

Number 5: Nutze Loader

Loader sind Animationen oder Grafiken, die signalisieren, dass im Hintergrund gerade eine Abfrage ausgeführt wird und etwas passiert. Loader signalisieren deinen Usern unterbewusst, dass dein Service gerade für sie arbeitet und z.B. die besten Angebote oder Terminvorschläge ermittelt. Menschen lieben Loader, also nutze sie.

Number 6: Kontaktdaten immer einzeln abfragen

Es gibt nichts Schlimmeres, als wenn dein User den kompletten Funnel durchlaufen hat und am Ende vor einer Wand an Formularfeldern aufgehalten wird, in die er diverse Kontaktdaten wie Mail und Telefon eintragen soll. Erinnere dich: Du solltest nur die Infos abfragen, die du wirklich benötigst. Wenn du wirklich Mail UND Telefon brauchst, dann frage die Informationen separat ab. Das entlastet den Nutzer und sorgt für mehr Conversions.

Danke an Amir für die coolen Tipps zu seinem Design-Tool. Aus unserer Sicht war die Landingpage noch nie so relevant wie jetzt und bei vielen Kundenprojekten bieten sich hier die größten Optimierungspotenziale. Mit conversionoptimierten Landingpages – unter anderem mit Clickfunnels – sorgen wir dafür, dass am Ende mehr Leads neben dem Mediabudget stehen.

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Web3 – How to not fuck up

Dass über das Web 3 gesprochen wird, hat sich mittlerweile so stark in die Marketingwelt integriert wie TikTok-Ads. Und das nicht ohne Grund: 

 

Der DACH-Raum hat (den Einstieg in) das Web 1 verschlafen, der DACH-Raum hat das Web 2 verschlafen und wie es aussieht, könnte der DACH-Raum ebenso den Einstieg ins Web 3 verschlafen.

– Andreas Oettel

 

Darüber sind sich auch alle Speaker dieser Masterclass einig. Im kleinen Kreis gaben Jochen Dreissigacker (Deutschlands erster Web3 Winzer), Andreas Oettel (CEO ratiopharm Ulm), Dr. Thomas Weiß (CEO Authentic Vision) und Florian Holste (CEO Achtzig20) einen Einblick, wie sie das Web 3 aktuell nutzen und was sie für die nahe Zukunft geplant haben. 

Das Web3 basiert auf Dezentralisierung und der Blockchain. Neben der Beteiligung durch User Generated Content wie schon im Web 2.0 eröffnet das Web3 die Möglichkeit, Inhalte wirklich zu besitzen – vergleichbar mit einem Crypto-Coin. Den Coin gibt es nur ein einziges Mal, er ist nicht duplizierbar und gehört nur dir. Im Fokus des Talks standen vor allem Blockchain-Grundlagen und NFTs. Was das ist, das wissen wir und das weißt auch du – vorausgesetzt, du hast unseren Artikel zu den Metaverse-Grundlagen gelesen 😉  

Spannend wurde es, als es um die Möglichkeiten ging, die sich darüber hinaus bieten. Wieder einmal stellen wir fest: Das Web 3 macht keine Probleme, es bietet die Möglichkeit, bestehende zu lösen. Die Winzerei Dreissigacker macht’s vor: Hier können Kunden ihren Wein seit gut einem Jahr digital kaufen und besitzen. Dabei ist natürlich nicht die Rede von einem herkömmlichen Online-Shop, sondern von NFTs. Ja genau – Wein NFTs. Dabei kaufen sie nicht einfach ein Bild, sondern im Endeffekt reale Weinflaschen. 

Das Problem: Gerade bei (teuren) Weinen, die einen gewissen Reifegrad benötigen, haben Kunden eine gewisse Hemmschwelle, da die endgültige Qualität von den richtigen Lagerungsumständen abhängt (die sie zuhause vermutlich nicht gewährleisten könnten). 

Die Lösung: Durch den digitalen Kauf kann jedem Käufer eine spezifische Flasche (wir erinnern uns: jeder NFT ist einzigartig) zugeordnet werden, die dann bis zur vollständigen Reife weiter in der Winzerei gelagert wird, um die angestrebte Qualität zu erreichen. 

Auch beim Basketballverein ratiopharm ulm denkt man bereits über (digitale) NFTs hinaus. Hier sind für die Zukunft sogenannte „Phygitals“ bzw. “Phygital NFTs“ geplant. Soll heißen: Digitale NFTs eingebunden in physische Form. Als Use Case wurde hier ein Trikot für Fans genannt, auf dessen Ärmel ein Code zu finden sein wird, durch den dieses Trikot eindeutig (s)einem Besitzer zugeordnet werden kann. So kann das Trikot beispielsweise als Ticket oder Zahlungsmittel genutzt werden.

Die Antwort auf „How to not fuck up“? Man muss sich trauen, loszulegen. 

Das war die #OMR23

Es ist schon einigermaßen verrückt, was die Kollegen und Kolleginnen von OMR hinter Philipp Westermeyer jedes Jahr in Hamburg an Inhalten abfeuern. Dieses Jahr gab es auf insgesamt 7 Bühnen beinahe durchgängig Programm. Marketing, Tech, Tools, HR, Best Cases – die Bandbreite war groß. Und die Nachfrage scheinbar noch größer: Trotz stark gestiegener Ticketkosten war das OMR Festival ausverkauft. Für nächstes Jahr würden wir uns einen stärkeren Fokus auf den Ursprungsgedanken des Festivals, also das digitale Marketing, wünschen. Bis dahin cremen wir fleißig unsere Füße ein und freuen uns aufs OMR-Festival 2024! 

Tobias Lübke

Tobias Lübke

Als Google-Ads-Professional verantwortet Tobias den Bereich Search Engine Marketing der Agentur. Wenn er gerade nicht auf der Suche nach dem perfekten Ranking ist, optimiert er Conversion- und Analytics-Prozesse beim Kunden.

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